Oberliga: Fuhrig-Sieben trifft in der zweiten Hälfte nur noch achtmal – Wagner einziger Lichtblick

Böddiger gibt den Sieg aus der Hand

Empfahl sich für weitere Einsatzminuten: Rechtsaußen Sophie Wagner. Foto: nh

Böddiger. Das war mal richtig schlecht! Trotz einer Fünf-Tore-Führung nach 35 Minuten vergeigte Handball-Oberligist TSV Eintracht Böddiger das Spiel gegen die SG Bruchkübel und verlor 22:23 (14:12).

Trainer Mike Fuhrig gab von Beginn an Janina Köhler im Tor und Sophie Wagner auf Rechtsaußen die Chance, sich zu beweisen. Was vor allem die Jugendspielerin Wagner mit drei Toren in der ersten Hälfte nutzte. Allerdings verpasste es der Gastgeber das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Denn insgesamt ließ sich der TSV von der hohen Fehlerrate der Südhessen anstecken. So entwickelte sich ein wenig ansehnliches Oberligaspiel. Bruchköbel versuchte mit einer offensiven 4:2-Deckung den Spielfluss von Vilte Duknauskaite und Christin Schene zu stören.

Die Fuhrig-Sieben verließ sich im Angriff weniger auf Kombinationen, sondern auf ihre individuelle Klasse. Dafür ließ es der Tabellendritte in der Abwehr zunächst an Klasse vermissen. Vor allem der Mittelblock wies bislang unbekannte Konzentrationsschwächen auf. Erst gegen Ende der ersten Hälfte gelang es den Edertalern sich mit ein paar Toren abzusetzen (14:12/30.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Böddiger für vermeintlich klare Verhältnisse. Duknauskaite, Wagner (per Gegenstoß) und Schene bauten den Vorsprung auf fünf Tore aus. Nach einigen Zeitstrafen ging aber gar nichts mehr. Das Angriffsspiel wurde zunehmend durchsichtiger und auch die Wurfgenauigkeit war dahin. So begann Bruchköbel, auch begünstigt durch zahlreiche Gegenstöße, das Spiel zu drehen.

Böddiger agierte immer behäbiger und ließ auch die Einstellung zum Spiel vermissen. So erkämpfte sich die nie aufgebenden Südhessen einen wohl nie für möglich gehaltenen Auswärtssieg. Nur Rechtsaußen Wagner (vier Tore) erreichte Normalform, Jenny Pioro (null Tore, viele Fehler) und Lena Hildebrandt (null Tore) lieferten ihr wohl schlechtestes Saisonspiel ab. • Böddiger: Frommann (bei einem Siebenmeter)), Köhler (12 Paraden, 23 Gegentore)- Duknauskaite 5, Schene 10/4, Kühlborn, Volk, Wagner 4, Pioro, L. Hildebrandt, Benda 1. Bruchköbel: Fassing (14/22) - Brodbeck 4, J. Krasnansky, Muratoglu, N. Müller 1, S. Müller, Engler 4/1, Amos 5/1, P. Krasnansky, Gick 6, Bruzdziak 3. SR: Asboe/Bechtold – Z: 100 Strafen: 6:6 Minuten – 7m: 4/5 - 2/4.

Von Daniel Schneider

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