Oberliga: Hildebrandt-Verletzung schmerzt beim 28:25 gegen Eibelsbach/Ewershausen – Schene treffsicher

Böddiger müht sich zum Sieg

Erzielte ein schönes Tor: Böddigers Jennifer Pioro (am Ball), die Tamara Matic von der HSG Eibelsbach/Ewershausen stehen lässt. Foto: Hahn

Felsberg. Die Oberliga-Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger sind in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Den 28:25 (15:12)-Heimsieg gegen die HSG Eibelsbach/Ewershausen bezahlte das Team von Trainerin Rocsana Negovan aber teuer. Kreisläuferin Lena Hildebrandt zog sich eine Verletzung am Fußgelenk zu und wird länger ausfallen.

Als sich die 25-Jährige in der 56. Minute verletzte, drohte die Partie zu kippen, denn Eibelshausens Tamara Matic hatte gerade mit einem Treffer aus dem rechten Rückraum für den 24:24-Ausgleich gesorgt. Doch die Böddigerinnen bewiesen Moral. Vilte Duknauskaite, Katrin Benda, Christin Schene und Juliane Kaspar sorgten mit vier Toren in Folge beim 28:24 für die Entscheidung.

Dass die Partie so lange offen blieb, war weniger der Stärke der Gäste als einer schwachen TSV-Offensive geschuldet. Ob Duknauskaite, Juliane Pregler oder Kasper - keiner Eintracht-Spielmacherin gelang es, Struktur in das Angriffsspiel zu bringen. „Wir haben uns in zu viele Einzelaktionen verstrickt“, ärgerte sich Negovan und ergänzte: „Zudem hat unser Zusammenspiel mit dem Kreis nicht geklappt und wir sind nicht in den Gegenstoß gekommen.“ Nur einmal zeigten die Gastgeberinnen, wie einfach die Deckung der Mittelhessinnen auszuhebeln war. Als Jennifer Pioro nach einem schönen Spielzug völlig frei zum 2:2 traf (6.).

Daneben ließ die Negovan-Sieben im Angriff zahlreiche Tormöglichkeiten ungenutzt. Ungenauigkeiten, die Eibelshausen durch die schnelle Linksaußen Jana Tirjan und die Halbrechte Matic konsequent bestrafte. Dass die Eintracht nicht in Rückstand geriet, war der starken Katja Frommann im Tor zu verdanken, die mehrere klare Torchancen der HSG-Kreisläuferin Nina Bechtum vereitelte. So verlief die Partie bis zum 10:10 (24.) ausgeglichen, ehe Böddiger dank der individuellen Klasse von Schene bis zur Pause auf 15:12 davonzog.

Auch nach dem Wiederanpfiff war die Halblinke von der HSG-Defensive nicht in den Griff zu bekommen. Weil die Eintracht-Handballerinnen jedoch weiterhin Torchancen vergaben, blieb es bis zur 56. Minute offen, ehe die Mittelhessinnen angesichts eines möglichen Coups beim Tabellenzweiten Nerven zeigten. • Eintracht: Frommann (1.-60.,15 P.), Werner - Hasper, Dietrich 2, Duknauskaite 6, Schene 16/3, Pregler, Hildebrandt, Volk, Benda 1, Kaspar 2, Pioro 1. SR: Kerth/Knodt (Erfelden). Siebenmeter: 4/8:6/6; Zeitstrafen: 4:8 Minuten.

Von Marcel Glaser

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