Oberliga: Sechster Sieg in Folge – Kühlborn nutzt ihre Chance

Böddiger ohne Blöße

Macht eine gute Figur: Böddigers Julia Hasper (Nummer 9), die sich hier gegen die Hüttenbergerin Lea Emmelius durchgesetzt hat und eines ihrer drei Tore erzielt. Foto: Hahn

Felsberg. Das war ein Start-Ziel-Sieg. Wenig Probleme hatte der TSV Böddiger im Frauenhandball-Oberligaspiel gegen den TV Hüttenberg 30:27 (15:11) hieß es nach 60 Minuten. Das war zugleich der sechste Sieg in Folge für die Mannschaft von Trainer Mike Fuhrig, die immer noch in Reichweite des Aufstiegsplatz bleibt.

Nur in den ersten zehn Minuten hielten die Gäste aus Mittelhessen mit. Die junge und recht kleingewachsene Mannschaft verschob konsequent in der Abwehr und ließ kaum eine Lücke zu. Irgendwann war aber der Betonmischer aufgebraucht und es kam zu Nachlässigkeiten. Zumal TSV-Spielmacherin Vilte Duknauskaite nach Startschwierigkeiten besser in die Partie fand. Aber auch Rückraumspielerin Christin Schene hielt sich erst vornehm zurück, drückte den letzten 15 Minuten der ersten Hälfte dann aber wieder einmal ihren Stempel auf.

Bei Hüttenberg passierte im Angriffsspiel nicht viel. Von Trainer Stefan Mappes mit der Marschroute ausgestattet, möglichst viel über die schnelle Mitte zu spielen, war lediglich in der Anfangsphase etwas zu sehen. Denn Böddiger zeigte zum einen ein konsequentes Rückzugsverhalten und auf der anderen Seite waren für eine Hochgeschwindigkeits-Mitte die technischen Fertigkeiten der Mittelhessinnen einfach nicht ausgeprägt genug.

So erspielte sich Böddiger bereits einen Vier-Tore-Vorsprung. Der Betonmischer stand nun auf der Felsberger Seite. Zu Beginn noch mit Abstimmungsschwierigkeiten, was die Übergabe des Kreisläufers anging, versehen, besserte sich das merklich. Auch weil Mike Fuhrig von der Trainerbank immer wieder eingriff. Torfrau Janina Köhler steigerte sich im Laufe des Spiels. Fantastisch ihre mehrmalige Fußabwehr.

Sie wurde nur noch von Carina Müller übertroffen. Denn die Hüttenberger Keeperin zeigte eine erstklassige Leistung (13 Paraden in den ersten 30 Minuten). Immer wieder hielt sie vor freistehenden Böddiger-Spielerinnen und gab so ihrer Mannschaft zumindest ein wenig Hoffnung für die zweite Hälfte.

Da lief es auch zunächst besser für die Gäste, bevor Böddiger schließlich doch wieder in Tritt kam. Besonders die eingewechselte Anne Kühlborn wusste dabei zu überzeugen. Am Ende wurde es zwar noch einmal hektisch, aber da spielte die Eintracht ihre Erfahrung aus. • Böddiger: Köhler (16 Gegentore, 11 Paraden), Frommann (bei einem Siebenmeter) - Duknauskaite 3, Schene 7/3, L. Hildebrandt 5, Pregler, Pioro 2, Hasper 3, Benda 5, Kühlborn 5, Wagner. Hüttenberg: C. Müller (20/13), L. Müller (10/7) - Eckhardt-Helmes 3, Prüfer 6, Sutormin 6/3, Steinhaus, Fischer, Heidt 2, Mappes, L. Löffler 4/1, F. Löffler, Rühl 3, Emmelius 3. SR: Hoyer/Kopf. - Z: 150. Siebenmeter: 3/4 - 5/7. Zeitstrafen: 8:8 Minuten.

Von Daniel Schneider

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