Oberliga: TSV trotzt Tabellenführer verdientes Remis ab

Eintracht Böddiger überrascht

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In der Anfangsphase nicht zu bremsen: TSV-Linksaußen Sophie Wagner (links), hier vergeblich verfolgt von: Nadine Okrusch (Oberursel). 

Felsberg. Die Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger haben in der Oberliga für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Das Team von Trainerin Lena Hildebrandt trotzte dem bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer TSG Oberursel ein 30:30 (16:20)-Remis ab.

Dabei war in einer umkämpften und hektischen Schlussphase sogar ein Sieg für die Felsbergerinnen drin. Doch die Südhessinnen drehten einen 29:26-Rückstand (52.) zu einer 30:29-Führung (57.). TSV-Torjägerin Christin Schene gelang vom Punkt der Ausgleich. Bei ihrem achten Siebenmeterversuch scheiterte die Halblinke dann aber kurz vor dem Ende an TSG-Torhüterin Annika Seitz.

„Ich bin einfach nur stolz“, erklärte TSV-Trainerin Hildebrandt. Denn: „Wir haben eine ganz andere Einstellung gezeigt als zuletzt und haben uns auf allen Positionen gesteigert.“ Zu Beginn sorgte vor allem Eintracht-Rechtsaußen Sophie Wagner für Furore. Als die Eintracht nach zehn Minuten eine 5:3-Führung bejubeln konnte, hatte die flinke Linkshänderin bereits vier Treffer erzielt. Zudem zeigte auch Denise Dippel im Tor eine ansprechende Leistung. Weil der TSV-Offensive allerdings noch zu viele technische Fehler unterliefen, konnte Oberursel über die erste und zweite Welle immer wieder durch einfache Tore zu den Edertalerinnen aufschließen.

So blieb es bis zum 12:12 (19.) durch Katrin Benda ausgeglichen, eher die Gäste - angetrieben von der Halblinken Michelle Okrusch - auf 17:12 (24.) davonzogen. „In der Abwehr haben wir phasenweise richtig gut gedeckt, haben uns aber auch vereinzeln lassen“, erklärte Hildebrandt. Weil nun Anne Kühlborn aufdrehte, war die Eintracht beim 16:18 (29.) wieder dran. Leistete sich dann aber zwei technische Fehler und verpasste so eine bessere Ausgangsposition für die zweite Hälfte.

In der Böddiger dann den Ton angab. Beim 22:22 durch Schene (40.) hatten die Gastgeberinnen erstmals ausgeglichen, Wagner sorgte, von Benda klug eingesetzt, beim 23:22 gar für die Führung (42.). Über 24:22 (43.), 26:23 (47.) und 29:26 (52.) war die Eintracht die bessere Mannschaft und trotzte auch einigen unglücklicher Entscheidungen der beiden Unparteiischen. Genauso wie der Gäste-Führung drei Minuten vor Schluss, was dann in ein hoch verdientes Remis mündete. 

Böddiger: Dippel (1.-60., 12 Paraden/29 Gegentore), Zwenger (bei einem Siebenmeter, 0/1); Benda 3, Wude, Pollmer 1, Eren, Wagner 5, Hasper 3, Kühlborn 5, Minhöfer 1, Schene 12/6, Dieling. 

Oberursel: Steitz (1.-60., 8/28), Petri (bei zwei Siebenmetern, 0/2); Schreiber, Kürten 2, Lindner, Frölich, Cutura 2, Pierags, M. Okrusch 6, Müller 3, Sellner, N. Okrusch 4, Heilmann 10/6, Hulin 3. 

Siebenmeter: 6/8:6/7. Zeitstrafen: 14:6 Minuten. SR: Seils/Seils (Waldmichelbach). Zuschauer: 80.

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