Oberliga: 35:37-Heimpleite gegen Eibelshausen/Ewersbach – Fuhrig sieht ein Kopfproblem bei seinem Team

Böddiger verliert Schlagabtausch

Augen zu und durch: Böddigers Vilte Duknauskaite (rechts) versucht sich gegen Eibelshausen/Ewersbachs Jacqueline Müller durchzusetzen. Foto: Hahn

Böddiger. Wenn die Halle vom Handball-Oberligisten TSV Eintracht Böddiger nach der 35:37 (18:21)-Heimpleite nicht abgeschlossen worden wäre, würde Jana Tirjan von der HSG Eibelshausen/Ewersbach wohl noch immer Tempogegenstöße verwandeln.

Denn die HSG, als Außenseiter angereist, kaufte dem Gastgeber vor allem mit zahlreichen Tempogegenstößen den Schneid ab. „Wir haben ein großes Problem in der Rückwärtsbewegung“, erkannte nicht nur TSV-Trainer Mike Fuhrig. Doch das war bei weitem nicht das einzige Problemfeld. Denn von Beginn an war die Abwehr nicht auf der Höhe und mit ihr Torfrau Katja Frommann, die in den ersten zwölf Minuten keinen einzigen Ball hielt. So entwickelte sich ein munteres Scheibenschießen, deren Hauptakteure auf Halbrechts beheimatet waren. Auf der Seite der Mittelhessen war dies die bärenstarke Kroatin Tamara Matic und auf Böddigers Seite Katrin Bänfer. Die routinierte Linkshänderin war die einzige, die ihre Mannschaft halbwegs im Spiel hielt. Immer wieder lief Böddiger einem Rückstand und besagter Tirjan hinterher (4:5, 6:8, 11:13).

Der Rückraum von Böddiger wies ansonsten große Probleme beim Torabschluss auf. Vilte Duknauskaite und Christin Schene agierten viel zu gehemmt. Anstatt den Ball zu nehmen und hochzusteigen - die Qualität haben die beiden ja - wurde der Ball immer weiter auf eine schlechter postierte Mitspielerin gepasst. Hinzu traten etliche technische Fehler. Als dann Anne Kühlborn im Rückraum spielte, wurde es leicht besser, nur um kurz darauf noch schlimmer zu werden. Nach gleich vier technischen Fehlern sah sie sich schnell auf der Bank wieder. „Der Druck, das Spiel zu gewinnen war zu groß. Wir müssen unseren Kopf wieder frei bekommen“, sagte Fuhrig und legte nach: „Vielleicht wäre es besser gewesen, noch einmal auswärts zu spielen.“

In der zweiten Hälfte wurde es dann nicht wirklich besser. Erst in Schlussphase kam Böddiger noch einmal etwas heran, nachdem sie zwischenzeitlich mit acht Toren (23:31/48.) hinten lagen. Allerdings ging die HSG mit zunehmender Spieldauer fahrlässiger mit den Torchancen um und Frommann steigerte sich. Am Ende siegte die HSG verdient. Vor allem wegen Jana Tirjan, die als Gegenstoßspezialistin, Kreisläuferin und Spielmacherin glänzte. • TSV: Frommann (10 Paraden/27 Gegentore), Köhler (3/10) - Pioro 2, Volk 2, A. Hildebrandt 4, Pregler 4, Hasper 1, Kühlborn 1, Schene 5/2, Duknauskaite 5/1, Bänfer 10 HSG: Elisath (15/35) - Matic 8/1, K. Tirjan 1, D. Müller 1, Jvetic 8/2, J. Müller 2, Gehrke 1, Schwehn, J. Tirjan 13, Decker, Schäfer 2, Mardetsch 1 SR: Hohm/Petry - Z. 100. Zeitstrafen: 2 Minuten/6, Siebenmeter: 2/2 - 3/3

Von Daniel Schneider

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