Oberliga: Böddiger siegt im Nordhessenderby mit 36:23 – Zwehren/Kassel hält nur bis zum 12:15 mit

Christin Schene nicht zu stoppen

Unwiderstehlich: Die Zwehrenerinnen Sophie Bachmann (li.) und Kathrin Hoppe (re.) haben Probleme, Böddigers Torjägerin Christin Schene (am Ball) am Torwurf zu hindern. Foto: Fischer

Kassel. Richtige Derbystimmung wollte im Oberliga-Duell zwischen den Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger und der HSG Zwehren/Kassel nicht aufkommen. Zu klar war die Überlegenheit der Gäste, die mit dem 36:23 (12:17) -Sieg die Tabellenspitze erfolgreich verteidigten.

„Wir haben konsequent unsere Tore geworfen und kaum Fehler gemacht“, erklärte TSV-Trainerin Rocsana Negovan nach der Partie und freute sich darüber, dass ihr Team auf alle Maßnahmen des Gegners die richtige Antwort fand. Auch als es die Gastgeberinnen mit einer kurzen Deckung gegen die starke Christin Schene versuchten, führte das zu keinem Bruch im TSV-Spiel.

Denn Schene war auch dadurch nicht zu stoppen. Daneben übernahmen nun Juliane Pregler und Jennifer Pioro in der Offensive Verantwortung und rissen Lücken in die Zwehrener Abwehrreihe. „Im Angriff lief es besser als zuletzt, weil wir uns mehr ohne Ball bewegt haben und jeder für den anderen kämpft“, erklärte Torjägerin Schene.

Nur bis zum 3:3 (6.) verlief das Derby ausgeglichen, dann bestrafte die Eintracht technische Fehler des Neulings konsequent und zog auf 7:3 (15.) davon. Dennoch blieb es zunächst die erwartet schwere Partie. „Über die erste und zweite Welle hat uns Zwehren am Anfang etwas überrascht“, gestand Negovan. Bis zum 12:15 (25.) durch die Halbrechte Kathrin Hoppe war das Team von Andreas Paul noch in Reichweite der Negovan-Sieben. Dann aber steigerte sich die TSV-Defensive mit Lena Hildebrandt und Schene mit Mittelblock.

Mit der Folge, dass dem Aufsteiger zwölf Minuten lang kein Treffer gelang, während die Felsbergerinnen durch Tore von Schene (2), Hildebrandt und Dietrich davonzogen. Als HSG-Außen Laura Giese die Durststrecke ihres Teams beendete und zum 13:21 traf (37.), war die Partie bereits entschieden. Beim 29:15 durch Lena Dietrich drohte der HSG sogar ein Debakel, doch die Eintracht ließ im Gefühl des sicheren Sieges die Zügel in der Abwehr etwas schleifen, so dass Zwehren/Kassel durch die Halblinke Maria Kiwa und die Ex-Fritzlarerin Julia Waschinger noch zu einfachen Toren kam.

Böddiger hat nun Zeit zur Regeneration. Am 24. Januar greifen die Edertalerinnen wieder in den Punktspielbetrieb ein. Dann stellt sich der TV Hüttenberg in Felsberg vor. • Böddiger: Frommann (1.-43., 10 P.), Köhler (6 P.) - Benda, Pioro 2, Volk 4, Kaspar 2, Pregler 4, Duknauskaite 2, Hasper 2, Dietrich 7/3, Hildebrandt 2, Schene 11. Zwehren: Wieder ( 6 P.), Ciupka (4 P., 17.-46.), Giese 4, Stunz 2/1, Küster, Daniel, Tampe, Bachman 3, Kerwin 1, Hoppe 5, Kiwa 6/3, Waschinger 2.

Von Marcel Glaser

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