Oberliga: Kirchhof II geht gegen Mitaufsteiger unter

Denk ist sprachlos

Durchgesetzt: Marie Herwig (l.), die hier Jennifer Hügl (Oberursel) versetzt, war einer der wenigen Kirchhofer Lichtblicke. Foto: Hahn

Kirchhof. Aussetzer und elementare Fehler. Die Oberliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof II stellen ihren Trainer vor ein Rätsel. Christian Denk tat sich schwer mit einer Analyse der 22:33 (9:18)-Niederlage gegen die TSG Oberursel.

„Mir fehlen die Worte“, erklärte der 31-Jährige, dem die Enttäuschung nach der dritten Pleite in Serie deutlich anzumerken war. In der Defensive bekam sein Team über die gesamte Spielzeit den agilen TSG-Rückraum um die Schwestern Nadine und Michelle Okrusch nicht in den Griff. Und im Angriff leistete sich das SG-Juniorteam zahlreiche Aussetzer. „Unsere Körpersprache hat nicht gestimmt. Wir haben falsche Sperren gestellt, Fangfehler gemacht und keine Ballsicherheit gehabt“, ärgerte sich Denk.

So lag die SG schnell 0:2 (2.) zurück, ehe Torjägerin Sandra Kühlborn und Rechtsaußen Andra Lucas vorangingen und die SG beim 4:5 (9.) wieder den Anschluss schaffte. Beim Stand von 6:8 (15.) vergab erst Kirsten Bänfer einen Tempogegenstoß, dann scheiterte Jennifer Ivan frei vom Kreis. Zudem vertändelte Spielmacherin Luisa Teichmann den Ball leichtfertig. Auch eine Auszeit von SG-Coach Denk half nicht. Oberursel nutzte die Fehler konsequent aus und zog - angetrieben von Spielmacherin Nadine Okrusch und Rechtsaußen Viktoria Heilmann - über 11:6 (18.) und 14:8 (24.) bis zur Pause vorentscheidend auf 18:9 davon.

Beim 27:13 durch Jana Sellner (43.) drohte dem Juniorteam gar ein Debakel. Doch stemmten sich auf Kirchhofer Seite nun vor allem Neuzugang Marie Herwig und Hanna Krug sowie die A-Jugendlichen Lea Günther und Hannah Grothnes gegen die Niederlage und verkürzten bis zum Schluss noch auf 22:33.

„Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften war nicht so groß, wie es das Ergebnis vermuten lässt“, erklärte Gäste-Trainer Dirk Lodders, der die Niederlage vor allem auf die Unerfahrenheit der Gastgeberinnen zurückführte. „Aber es ist doch toll, dass Kirchhof den Mut hat mit so einer jungen Mannschaft anzutreten,“ sagte der 50-Jährige. Seinen Gegenüber Christian Denk konnte er damit freilich nicht trösten. • SG II: Küllmer (1.-30., 6 Paraden/18 Gegentore), Ludwig (30.-60., 6/15) - Teichmann 1, Lucas 2, Grothnes 2, Günther 2/1, Sauerwald 2, Krug 2, Ivan 1, Herwig 2, Ulrich, Bänfer, Kühlborn 7/3, Werner. SR: Glaab/Rudert (Großwallstadt). Zeitstrafen: 4:0 Minuten. 7M: 4/6-5/5. Z.: 100.

Von Marcel Glaser

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