Handball-Oberliga: Baunataler Torhüterin überragt beim 28:23 gegen den Lokalrivalen Zwehren/Kassel

Derbysieg dank Landau-Schütz

In die Zange genommen: Die Baunatalerinnen Sarah Panhans (links) und Jacqueline Hahn (rechts) versuchen in dieser Szene, HSG-Spielerin Kathrin Hoppe am Wurf zu hindern. Foto: Schachtschneider

kassel. Im Derby der Hinserie war Luisa Fischmann unüberwindbar, diesmal hielt Janina Landau-Schütz den Sieg für Eintracht Baunatal im Derby bei der HSG Zwehren/Kassel fest. Beim 28:23 (12:14) parierte die Baunatalerin insgesamt 14 Bälle.

Von Beginn an präsentierte sich die Eintracht völlig unbeeindruckt von fünf Niederlagen in Serie und der durchgehenden Manndeckung gegen Spielmacherin Sarah Panhans. Schnell führte die Eintracht mit 2:0 (2.), doch danach kamen auch die Zwehrener vor 150 Zuschauern besser ins Spiel. Mit schnell vorgetragenen Angriffen brachten sie die Baunataler Abwehr immer wieder ins Schwimmen. Die Folge: Zwehren glich nicht nur aus, sondern ging auch mit 9:7 in Führung (20.).

„Die Halbzeit kam für uns völlig unpassend. Wir hatten bis dahin einen Lauf“, analysierte Zwehrens Trainer Andreas Paul. Tatsächlich waren es die Gäste, die den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten. Mit zwei Tempogegenstößen brachte Jacqueline Hahn ihr Team mit 17:15 in Führung (37.).

Zwar gelang Zwehren in den folgenden zwei Minuten in Überzahl drei Treffer, doch plötzlich war die Luft raus bei den Gastgeberinnen. Acht Minuten, davon fünf in Überzahl, gelang der HSG kein Tor, Baunatal traf dreifach und sorgte beim 23:20 (49.) für eine kleine Vorentscheidung. Zumal Zwehren immer mehr an Torfrau Janina Landau-Schütz verzweifelte. Auf der Gegenseite sorgte Jana Hoppe mit vier Toren in Serie für die Entscheidung. „Das war über 45 Minuten eine komplett ausgeglichene Partie. Aber unsere Torhüter sind in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gekommen“, sagte Baunatals Trainerin Margret Schmidt. „Es ging um eine ganze Menge, das war ein wichtiger Sieg für uns“, freute sich Schmidt.

Auf der Gegenseite haderte Andreas Paul vor allem mit der Chancenverwertung. „Wir haben die Hundertprozentigen nicht gemacht und auch drei Siebenmeter verworfen“, so der Zwehrener Trainer. Wichtig sei es nun, nach vorn zu gucken: „Wir müssen nächste Woche an die ersten 45 Minuten anknüpfen.“

Zwehren: Wieden (9 Paraden), Ciupka 2 - Giese 4/1, Stunz, Küster, Daniel (n.e.), Tampe, Bachmann 4, Ju. Hoppe (n.e.), Kerwin 3, K. Hoppe 6/1, Kiwa 5, Lattemann (n.e.), Waschinger 1/1

Baunatal: Landau-Schütz (1. bis 31.; ab 43.) 14/1, Fischmann 2/2, Weinreich (31. bis 43.) - Salzmann 4, Hahn 5, Schneider 2, Ahrend 6, Israel (n.e.), Ja. Hoppe 4, Kelterborn, Gerbig, Panhans 5/5, Gessner 2, Seuberlich

Von Max Seidenfaden

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