Für Baunataler Handballerinnen zählt nur der Klassenerhalt in der Oberliga

Es drohen wieder Punktabzüge

Drei Neue für Baunatal: (von links) Eintracht-Trainer Rolf Schröder mit Fabienne Huy und Sina Dieling. Foto: Zgoll

Baunatal. „Für uns geht es um nichts Anderes als den Klassenerhalt.“ Rolf Schröder, der neue, alte Trainer von Handball-Oberligist GSV Eintracht Baunatal, spricht klare Worte vor dem Saisonstart am Sonntag beim Vorjahres-Dritten TV Hüttenberg. Eine ähnliche gute Platzierung wie im Vorjahr, als die Großenritterinnen ohne den Abzug von fünf Punkten Platz fünf erreicht hätten, scheint utopisch zu sein.

Der Hauptgrund für diese Einschätzung liegt laut Schröder daran, dass der Markt für Spielerinnen schon abgegrast war, als er Anfang Juni als Nachfolger von Margret Schmidt feststand. Zudem werden mit Jacqueline Hahn (Knie-OP), Jana Kurzbuch (beruflich in der Schweiz) und Xenia Ahrend (Doppelspielrecht in Fritzlar) drei Stammkräfte entweder erst ab Mitte Oktober oder nur unregelmäßig zur Verfügung stehen. Schröder bezeichnet deshalb den 13-köpfigen Kader als „Scheinriesen“.

„Uns erwartet eine deutlich schwerere Saison als zuletzt“, sagt Schröder. „Die Liga ist deutlich stärker besetzt.“ Außerdem sind erneute Punktabzüge (vermutlich zwei bis vier) wegen fehlender Schiedsrichter relativ sicher. Und nach Einschätzung von Schröder kann es bis zu sechs Absteiger geben. Umso mehr hadert der Trainer des Vorjahresneunten mit einer nicht zufriedenstellenden Vorbereitung: „Wir haben nie als komplette Mannschaft trainieren können, immer nur in Fragmenten.“

Der GSV will auf eine 6:0-Deckung setzen, um die Räume eng zu machen und zu eigener Stabilität und Sicherheit zu finden. „Wir brauchen schnelle, leichte Tore“, sagt Schröder.

Für die Eintracht beginnt die Saison indes erst am dritten Spieltag so richtig. Nach dem Auftakt in Hüttenberg steht gleich das Derby gegen Zwehren an. „Das sind beides Meisterschaftsfavoriten“, erklärt Schröder, der eine „Jetzt erst recht“-Stimmung festgestellt hat. „Wir werden uns wehren. Wir werden die Liga nicht wegschenken.“

Von Sebastian A. Reichert

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