Handball-Oberliga: Noch vier Teams spielen bei den Frauen gegen den Abstieg

Druck vor Derby ist riesig

Eindringlicher Appell an ihr Team: Baunatals Trainerin Margret Schmidt. Foto: Fischer

Baunatal/Kassel. Der Abstiegskampf in der Handball-Oberliga der Männer ist praktisch entschieden. Bei den Frauen jedoch geht es in drei äußerst spannende Restwochen. Während Leihgestern und Sulzbach II bereits abgestiegen sind, machen die HSG Zwehren/Kassel, Eintracht Baunatal, Dieburg/Groß-Zimmern und Bruchköbel den dritten Absteiger unter sich aus.

Die schlechtesten Karten haben dabei die Baunatalerinnen. Mit 18 Punkten wäre der Klassenerhalt eigentlich so gut wie sicher – wäre da nicht der Fünf-Punkte-Abzug wegen fehlender Schiedsrichter, der die Eintracht auf den drittletzten Platz zurückwirft.

Im Derby gegen Eintracht Böddiger müssen die Baunatalerinnen daher am Sonntag ab 15 Uhr dringend Zähler sammeln. „Irgendwie müssen wir Punkte holen, je eher, desto besser“, weiß auch Eintracht-Trainerin Margret Schmidt.

Das ist allerdings alles andere als einfach, denn mit Böddiger kommt der Tabellenzweite in die Rundsporthalle, „Böddiger ist sehr ausgeglichen besetzt. Aber wir haben schon im Hinspiel über weite Phasen hervorragend mitgehalten“, erinnert sich Schmidt. Sie könne daher nur an ihre Mannschaft appellieren, sich diese 45 Minuten vor Augen zu halten. Oder besser noch ein anderes Spiel. „Unsere beste Leistung haben wir beim Auswärtssieg in Hüttenberg abgeliefert. Die bräuchten wir jetzt nochmal“, sagt Schmidt, die der Punktabzug verständlicherweise weiterhin wurmt. „Wir haben vier Jugendteams in den Oberligen und werden letzten Endes vom Verband dafür bestraft, dass wir gute Jugendarbeit machen“, ärgert sich die Eintracht-Trainerin.

Aber auch in Zwehren ist man sich über den großen Druck im Klaren. „Wir brauchen jeden Punkt. Und gerade in Heimspielen müssen wir die nötigen Zähler einfahren“, sagt Zwehrens Trainer Andreas Paul vor dem schweren Heimspiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach II am Sonntag ab 15.30 Uhr.

Gerne ruft man sich in Zwehren das Hinspiel ins Gedächtnis, als man beim haushohen Favoriten 36:30 gewann. „Wir müssen das höllische Tempo von Bensheim mitgehen und die Leistung vom Hinspiel abliefern“, fordert Paul, der vielleicht auf zwei seiner wichtigsten Spielerinnen verzichten muss. Mit Laura Giese und Lena Kerwin sind die beiden flinken Außenspielerinnen angeschlagen – hinter ihren Einsätzen steht ein großes Fragezeichen. Unterschätzen aber werden die Zwehrenerinnen den Gegner nicht. „Das Unentschieden von Bensheim gegen Tabellenführer Kriftel am letzten Wochenende war ein dickes Ausrufezeichen“, warnt Paul.

Von Max Seidenfaden

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.