Oberliga: Böddiger besiegt Zwehren/Kassel im Derby nach Pausenrückstand 36:27

Duknauskaite treffsicher

Entwischt: Böddigers Jennifer Pioro (am Ball) lässt in dieser Szene die HSG-Spielerinnen Meike Naumann (links) und Sophie Bachmann (rechts) stehen und erzielt einen ihrer drei Treffer. Foto: Hahn

Felsberg. Zur Halbzeit lag eine Überraschung in der Luft. Denn da führten die Handballerinnen der HSG Zwehren/Kassel im Oberliga-Derby mit 16:15 beim TSV Eintracht Böddiger. Doch nach der Pause drehte das Team von Trainer Mike Fuhrig auf - und erspielte sich einen 36:27-Derbyerfolg.

Bis zum 2:2 (4.) verlief die Partie ausgeglichen, dann zog die Eintracht - angetrieben von Vilte Duknauskaite, die im Eins-gegen-Eins kaum zu halten war - auf 6:2 (10.) davon. Auch in der Folge war der TSV-Express kaum aufzuhalten. Anne Hildebrandt traf mit einem sehenswerten Heber von Linksaußen zum 10:7 (16.) und Duknauskaite besorgte mit ihrem fünften Treffer die 12:8-Führung (18.). Erst nach einer Zeitstrafe gegen die Spielmacherin fanden die Gäste besser ins Spiel.

Angetrieben von der schnellen Rechtsaußen Carina Salzmann, die sieben ihrer acht Treffer in der ersten Hälfte erzielte, kämpfte sich Zwehren zurück, während Böddiger Probleme mit dem HSG-Mittelblock um Sarah Panhans und Alina Küster hatte. Küster gelang vom Kreis der Treffer zum 14:14-Ausgleich, Rückraumspielerin Maria Kiwa erzielte mit einem Schlagwurf wenig später gar die 15:14-Führung für die Kasselerinnen (27.). „Nach der Führung haben wir nicht mehr zusammen gespielt und unsere Chancen nicht konsequent genutzt“, ärgerte sich TSV-Trainer Fuhrig. Auch eine Auszeit brachte keine Besserung. Stattdessen erzielte Salzmann per Gegenstoß die 16:15-Pausenführung.

Köhler pariert glänzend

Nach Wiederanpfiff aber legte die Eintracht los. Christin Schene (2), Jennifer Pioro und Duknauskaite drehten die Partie zum 19:16 (34), während Zwehren gegen die 5:1-Deckung der Eintracht mit Duknauskaite als Vorgezogene kaum noch zum Torwurf kam. Zudem entschärfte TSV-Torhüterin Janina Köhler mehrere klare Torchancen der Gäste. Lediglich Zwehrens Linksaußen Meike Naumann wusste noch für Torgefahr zu sorgen. „Die neue Abwehr funktioniert bereits sehr gut, es sind lediglich noch an Kleinigkeiten zu arbeiten“, freute sich Fuhrig. Als Kreisläuferin Lena Hildebrandt zum 29:22 traf (49.), war die Partie entschieden. • TSV: Frommann (1.-30., 4 Paraden/16 Gegentore), Köhler (8/11) - Benda 5, Pioro 3, Volk 1, A. Hildebrandt 1, Hasper 2, Kühlborn 4, L. Hildebrandt 3, Schene 9/5, Duknauskaite 8. Zwehren: Zeller (6/26), Gerner (1/10) - Salzmann 8, Küster 4, Alter, Daniel, Löhrer, Tampe, Bachmann 2, Naumann 10/4, Panhans, Hoppe 1, Kiwa 2. SR: Lebherz/Mostert. - Z: 250. Zeitstrafen: 6:6 Minuten. Siebenmeter: 5/6:4/4.

Von Marcel Glaser

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