Hildebrandt bleibt Trainerin

Handball-Oberliga: TSV Eintracht Böddiger punktet fleißig

Erfolgreiche Trainerin: Lena Hildebrandt hat mit Eintracht Böddiger in der Oberliga einen Lauf. Foto: Kasiewicz

Felsberg. Es läuft bei den Oberliga-Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger: Aus den jüngsten sieben Spielen holten die Edertalerinnen 11:3 Punkte. 

Damit hat sich die als sicherer Abstiegskandidat gehandelte Eintracht ins Mittelfeld der Tabelle vorgekämpft. Nun haben die Handballerinnen  trotz zwei Zählern Abzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls gute Chancen auf den Klassenerhalt.

„Wir verspüren keinen Druck vom Verein und wollen unser Ding durchziehen. Zum Schluss wollen wir uns keine Vorwürfe machen“, sagt TSV-Trainerin Lena Hildebrandt. Für die 28-Jährige, die ihre Karriere vor der Saison aufgrund von Knieproblemen beenden musste, ist die Eintracht die erste Trainerstation. „Am Anfang war es schwierig alle Bereiche im Blick zu haben“, sagt die ehemalige Kreisläuferin, „aber dann war es doch einfach, weil alle mich unterstützt und mir geholfen haben.“

Nach ihrem Karriereende wollte Hildebrandt eigentlich eine Pause einlegen. Dann brauchte das Team kurzfristig eine Trainerin – und aus der Auszeit wurde voller Einsatz. Nun bleibt sie dem TSV auch über die Saison hinaus als Übungsleiterin erhalten. „Die Motivation und Stimmung im Team sind gut“, bekräftigt Spielmacherin Katrin Benda.

Den personellen Umbruch der vergangenen Saison hat Böddiger vor allem durch ein starkes Kollektiv aufgefangen. So ist die Eintracht, die mit 394 Toren in 13 Partien den stärksten Angriff der Liga stellt, längst nicht mehr nur allein auf die Qualitäten von Toptorjägerin Christin Schene (153 Saisontreffer) angewiesen. „Jeder kämpft für den anderen und übernimmt Verantwortung“, freut sich Hildebrandt.

Vor allem haben sich Spielerinnen wie Benda und Julia Hasper im Laufe der Saison immer besser in ihre Rolle im Rückraum zurechtgefunden. Zudem funktioniert das Zusammenspiel mit den Kreisläuferinnen Nora Minhöfer und Sina Dieling immer besser, während die talentierten Außen Filiz Eren (links) und Sophie Wagner inzwischen durch konstant gute Leistungen überzeugen.

Besonders in der Defensive hat die Eintracht einen wichtigen Schritt nach vorn getan, wobei sich die Umstellung auf eine 5:1-Formation ausgezahlt hat. „Am Anfang standen wir noch jeder für sich und haben uns nicht ausgeholfen. Jetzt unterstützen wir uns“, erklärt Benda. Daneben steigerten sich die Torhüterinnen Denise Dippel und Katja Frommann, die die aus beruflichen Gründen kürzer getretene Anne Zwenger vertritt.

Zwar kassierte die Eintracht mit 367 Gegentoren immer noch die zweitmeisten Treffer der Klasse, was einem Schnitt von 28 Gegentreffern pro Partie entspricht. In den vergangen vier Spielen musste die Hildebrandt-Sieben im Schnitt allerdings nur noch 21 Gegentore hinnehmen.

Nicht zuletzt die bittere 24:33-Derbypleite bei der SG 09 Kirchhof II, als die Eintracht eine desolate Vorstellung ablieferte, war ein Weckruf. „Danach haben wir uns neu motiviert“, erklärt Benda. Schon am darauffolgenden Wochenende setzten die Edertalerinnen beim 30:30-Remis gegen den damaligen Tabellenführer Oberursel ein erstes Ausrufezeichen. Dem 10:2-Punkte und der Sprung auf den achten Tabellenplatz folgten.

Von Marcel Glaser

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