Handball-Oberliga: Baunataler Frauen gewinnen Derby gegen Böddiger 26:21

Eintracht wie im Rausch

Áusgebremst: Die Baunatalerinnen Sarah Panhans (links) und Felicia Gessner (rechts) nehmen Böddigers Juliane Kaspar in die Zange. Foto: Fischer

baunatal. Die Oberliga-Handballerinnen von Eintracht Baunatal haben für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Im Derby gegen den Tabellenzweiten Eintracht Böddiger gewann Baunatal 26:21 (16:7) und feierte einen wichtigen Zweier im Abstiegskampf.

Fünf Minuten brauchten die Gastgeberinnen, ehe sie ins Spiel fanden. Nervös agierten sie bis dahin und leisteten sich einige technische Fehler. Danach aber kam der Eintracht-Express langsam ins Rollen. Nach dem 4:4 (10.) war es nur noch Baunatal, das das Spiel bestimmte. Gestützt auf eine überragende Janina Landau-Schütz im Tor baute Baunatal vor 200 Zuschauern bis zur 19. Minute auf 8:4 aus, ehe auch Landau-Schütz mal wieder hinter sich greifen musste.

Bis zur Pause aber spielte sich die Eintracht in einen Rausch. Von fast allen Positionen trafen die Baunatalerinnen und führten gegen völlig konsterniert wirkende Böddigerinnen 16:7. Im Tor wuchs Janina Landau-Schütz mit insgesamt 23 Paraden - davon 15 im ersten Abschnitt- über sich hinaus. „Wir hatten sicherlich noch ein paar Fehler in der ersten Halbzeit gemacht, aber unsere Wurfquote war sehr gut“, zeigte sich Eintracht-Trainerin Margret Schmidt zufrieden mit der Leistung ihres Teams.

An diese konnte Baunatal aber zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht anknüpfen. Gegen die nun offensivere Deckung der Gäste leisteten sich die Baunatalerinnen zu viele Fehler. „Wir sind mit der 5:1-Deckung von Böddiger zunächst überhaupt nicht zurechtgekommen“, resümierte Margret Schmidt.

So holte der Tabellenzweite Tor um Tor auf. Nachdem Böddiger das 14:18 erzielte (46.), drohte die Partie zu kippen. Aber Baunatal nahm nun den Kampf an und baute den Vorsprung beim 20:14 (48.) wieder auf sechs Tore aus. Ein beruhigendes Polster? Keineswegs, denn Böddiger wollte jetzt zumindest noch einen Punkt holen und war beim 19:22 sieben Minuten vor der Schlusssirene wieder dran. „Ich dachte da, dass es noch mal richtig eng wird“, gestand auch Margret Schmidt.

Die Baunatalerinnen zeigten aber Nervenstärke. Mit vier Toren in drei Minuten sorgten sie für die Entscheidung. Die letzten beiden Tore Böddigers waren da nur noch Ergebniskosmetik. „Das waren ganz wichtige Punkte. Und der Sieg geht absolut in Ordnung“, sagte eine erleichterte Baunataler Trainerin.

Baunatal: Landau-Schütz (23 Paraden), Fischmann, Weinrich (1) - Salzmann 6, Hahn 3, Schneider 4, Ahrend 2, Israel (n.e.), Hoppe 3, Kelterborn, Panhans 6/1, Gessner 2, Seuberlich (n.e.), Hoscan

Von Max Seidenfaden

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