Handball: Trainer Kliesch setzt auf Baunataler Trio, Mühlhausen und Kilic

Erfahrene Kräfte für Zwehren

Gunnar Kliesch

Kassel. Den Klassenerhalt hatte der Neuling auf Anhieb geschafft, nun dreht sich bei den Frauen des Handball-Oberligisten HSG Zwehren/Kassel das Personalkarussell auf hohen Touren. Denn nicht nur das Trainergespann Andreas Paul/Thomas Pohlmann hat den Klub zur TSG Dittershausen verlassen, auch sechs Spielerinnen sind fort. An Ersatz aber mangelt es nicht – und der hat wohlklingende Namen in der Region.

So will der neue Coach Gunnar Kliesch in Zwehren nach einigen recht durchwachsenen Jahren im Männerbereich bei HSG Baunatal und TSV Vellmar nun an seine Erfolge mit den Frauen einst beim Regionalligisten Fritzlar anknüpfen. Der Routinier, Lehrer am Ursulinengymnasium in Fritzlar wird assistiert von Maik Thieltges (früher Twistetal) und verkündete nun recht prominente Neuzugänge.

Vom Ligarivalen Baunatal kommt gleich ein starkes Trio: Die flinke und treffsichere Rechtsaußen Carina Salzmann (34), Spielmacherin Sarah Panhans (25) und Torfrau Janina Landau-Schütz (31), eine alte Bekannte in Zwehren. Ebenfalls die 30 überschritten haben die Regionalliga-erfahrene Aldiana Kilic (Rückraum links, früher u. a. Fritzlar und Waldau) sowie die einst sogar in der Bundesliga gestählte „Flitzerin“ Karina Mühlhausen (34, früher Kirchhof, Bad Wildungen), die nach einer Babypause noch einmal angreifen will.

„Wir sind noch im Gespräch mit einer Linkshänderin und einer Torfrau, die aus Norwegen zurückkehren könnte nach Nordhessen“, erläuterte Kliesch seine Pläne. Er ist überzeugt davon, eine schlagkräftige Truppe für die Oberliga zusammenzubekommen. „In Zwehren gab es eine junge, hungrige und talentierte Mannschaft. Jetzt kommen einige erfahrene Korsettstangen hinzu. Wenn sich die Truppe menschlich und spielerisch rasch findet und gut zusammenwächst, dann kann das eine tolle Mischung werden mit einer guten Perspektive.“

Am Montag war Trainingsauftakt, und Kliesch erwartet stets 14 bis 16 Spielerinnen in der Halle. Das Pensum während der Saison, deren Punktrunde am 19./20. September beginnt, wird von zwei auf drei Trainingsabende erhöht, „denn das muss es in der Oberliga schon sein“. Ziel sei es, so Gunnar Kliesch, das bewährte Tempospiel der guten Zwehrener Jugendschule weiter zu pflegen, die Deckung noch beweglicher und aggressiver zu gestalten, „um dann über die erste und zweite Welle erfolgreich sein zu können.“

Verlassen haben die HSG Zwehren/Kassel die durchsetzungsstarke Lena Kerwin nach Fritzlar und eine weitere schnelle Polizistin, Laura Giese, die trotz einer drohenden Versetzung nach Südhessen mit einem Engagement beim Drittligisten Fritzlar liebäugeln soll. Torfrau Carmen Wieden will aus beruflichen Gründen kürzer treten. Martina Ciupka (Tor), ihre Schwester Julia Stunz (Kreis) sowie Franziska Griesel kehren zum Landesliga-Neuling Lohfelden zurück. Archivfoto: lsc

Von Gerald Schaumburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.