Oberliga-Handballerinnen der HSG Zwehren schlagen Bruchköbel 33:24

Erst zaghaft, dann souverän

Starker Auftritt auf links außen: HSG-Neuzugang Karina Schleider kommt zum Wurf. Foto: Fischer

kassel. Manchmal sagt ein Gesichtsausdruck mehr als viele Worte: Trainer Gunnar Kliesch setzte ein zufriedenes Lächeln auf, als er nach dem Abpfiff die Oberliga-Handballerinnen der HSG Zwehren/Kassel zum verdienten Bad in der Menge schickte. Dank einer starken zweiten Halbzeit hatte seine Mannschaft gerade die SG Bruchköbel mit 33:24 (15:16) bezwungen und vor 150 Zuschauern in der Heisebachhalle einen Saisonauftakt nach Maß gefeiert.

„In der ersten Halbzeit haben wir zu viele technische Fehler gemacht. Ziel unserer Deckung ist es, weit rauszugehen und den Gegner früh unter Druck zu setzen. Da waren wir anfangs zu zaghaft, haben uns überflüssige Siebenmeter und Zeitstrafen eingehandelt“, fasste der Coach die ersten 30 Minuten zusammen.

Aufgeregt in Halbzeit eins

Denn nach einem durchaus selbstbewussten Beginn waren die Zwehrenerinnen schnell auf drei Tore davongezogen. Doch nach 14 Minuten waren die Gäste wieder dran, glichen zum 7:7 aus. Absetzen konnte sich danach bis zum Seitenwechsel keines der Teams. „Wir waren anfangs ziemlich aufgeregt“, erklärte HSG-Spielerin Alina Küster.

Doch in der Pause fand Kliesch die richtigen Worte. „Wir haben in Ruhe miteinander gesprochen. Wir sind topfit. Wir wussten, die zweite Halbzeit gehört uns.“ Und genau so kam es. In der Abwehrarbeit ging die HSG nun konsequenter zu Werke. Verfiel nicht in Hektik, sondern behielt die Ruhe. Immer wieder setzten die auffälligen Außen Karina Schleider auf links und Carina Salzmann auf rechts zu gefährlichen Gegenstößen an. Immer wieder entschärfte auch Torhüterin Katja Zeller Würfe der Gäste und gab ihren Vorderleuten die nötige Sicherheit.

Nachdem Anna Schwabach zum 19:18 (35. Minute) getroffen hatte, gab die HSG die Führung nicht mehr her und baute sie mit einer Sieben-Tore-Serie aus. Ein Treffer war sehenswerter als der andere: Beim 20:18 bewies Zeller ihr gutes Auge, passte einmal übers halbe Spielfeld auf die überragende Schleider, die abgeklärt versenkte. Beim 22:18 traf Carolin Löhrer nach schöner Drehung um die eigene Achse. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Widerstand Bruchköbels gebrochen.

„Die Mannschaft hat das im Kollektiv klasse gemacht. Eine gute Leistung fürs erste Saisonspiel“, lobte Kliesch. Und Küster ergänzte: „Ein so hoher Sieg tut uns gut. Jetzt können wir etwas entspannter ins Derby gehen.“ Denn am Samstag ist die HSG zu Gast bei Eintracht Baunatal.

Zwehren: Zeller, Marion - Salzmann 1, Küster 4, Schleider 10, Daniel, Löhrer 1, Tampe 3, Schwabach 5, Naumann, Panhans 4, Hoppe 2, Kiwa 3

Von Michaela Streuff

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