Kirchhof II will mit jungen Talenten und altbewährten Tugenden die Klasse halten

Führungsrolle für Teichmann

+
Trainer Christian Denk (links) und seine Neuzugänge: (v.l.) Marie Herwig, Theresa Werner, Johanna Ulrich, Andrea Lucas sowie (vorn) Paula Küllmer.

Kirchhof. Neun Jahre nach dem Abstieg aus der Oberliga haben es die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof II wieder zurück in Hessens höchste Spielklasse geschafft.

Und wollen dort auch bleiben. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt“, erklärt Christian Denk. Der SG-Coach kann auf einen eingespielten Kader zurückgreifen. Verlassen haben das Juniorteam lediglich Bianca Einhorn (Ziel unbekannt) sowie Ariane Horn und Nele Haupt (beide TSV Wollrode). Allerdings muss der 31-Jährige auf die Dienste von Torhüterin Karina Morf, Gegenstoßspezialistin Laura Nolte und Kreisläuferin Kim Mai verzichten, die alle im Zweitligateam der SG eingeplant sind.

Eine, die die Rolle von Kim Mai am Kreis ausfüllen könnte, ist Jennifer Ivan. Die 18-Jährige ist für ihren Trainer „eine der talentiertesten Spielerinnen der Region.“ Allerdings wurde die Kreisläuferin immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Ihre Chance am Kreis wird daher auch die A-Jugendliche Johanna Ulrich bekommen, die schon in der Vorbereitung mit guten Leistungen aufhorchen ließ.

Der Durchbruch könnte ebenso der erst 16-Jährigen Andrea Lucas aus der B-Jugend gelingen. Die Linkshänderin ist durch die Knieverletzung von Rechtsaußen Charline Vaupel in den Kader gerückt und hat mit ihren Leistungen sofort überzeugt. Ihr traut Denk auch zu, die Rolle von Laura Nolte auszufüllen. Weil Vaupel länger auszufallen droht, ist Lucas zum Saisonstart sogar auf Rechtsaußen gesetzt. Den Abgang von Morf sollen im Tor Johanna Ludwig und die B-Jugendliche Paula Küllmer kompensieren.

Die Fäden im Angriff soll Spielmacherin Luisa Teichmann ziehen, die aus der Zweitligamannschaft der SG zum Juniorteam stößt. „Sie soll bei uns eine Führungsrolle übernehmen“, sagt der SG-Übungsleiter. Die halbrechte Position teilt sich Sandra Kühlborn mit der vom Eschweger TSV gekommenen Marie Herwig. Für mehr Alternativen im Rückraum sorgt Spielmacherin Theresa Werner aus der A-Jugend der SG Zwehren.

Taktisch setzt SG-Coach Denk auf die Tugenden, die sein Team schon in der Aufstiegssaison auszeichneten: die aggressive 6:0-Deckung mit den beiden offensiven Halben. Hieraus sollen einfache Ballgewinne resultieren und per Gegenstoß verwertet werden. An der „grünen Wand“, wie sich die SG-Handballerinnen dank ihrer Defensivstärke selbst nannten, sollen auch in der Oberliga die Gegner verzweifeln.

Von Marcel Glaser

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.