Fuhrig verlässt Böddiger: Handball-Trainer heuert nach der Saison in Baunatal an

Steht in der nächsten Saison beim Landesligisten HSG Baunatal an der Seitenlinie: Trainer Mike Fuhrig verlässt den Frauen-Oberligisten Eintracht Böddiger. Foto: Hahn

Böddiger. Schwerer Schlag für Frauenhandball-Oberligist TSV Eintracht Böddiger: Trainer Mike Fuhrig wird den Verein zum Ende der Saison verlassen.

Der frühere Nationalspieler übernimmt dann die HSG Baunatal in der Landesliga der Männer.
„Der Schritt fällt mir nicht leicht, da ich mich in Böddiger sehr wohl gefühlt habe. Die Perspektive ist in Baunatal aber einfach besser“, sagt der frühere Kreisläufer. Kurzer Rückblick: Fuhrig übernahm in der Saison 2015/16 den damaligen Oberliga-Vizemeister von Rocsana Negovan, verjüngte das Team etwas und lieferte sich mit der TSG Oberursel lange einen Zweikampf um die Meisterschaft. Am Ende behielten die Südhessen das bessere Ende für sich.

In dieser Saison ist die Oberliga ausgeglichener, auch Böddiger steht oben. Allerdings bekommen die Edertaler am Ende der Serie drei Punkte abgezogen. „Das war ein Faktor, der mich zusätzlich ins Grübeln gebracht hat“, sagt Fuhrig. Denn der Aufstieg in die 3. Liga ist für den Verein auch aus wirtschaftlichen Gründen nur sehr schwer zu stemmen. Besser aufgestellt ist da die HSG aus Baunatal. „Klar ist es das Ziel, in die Oberliga aufzusteigen. Aber da muss ich schauen, was für Spieler ich zur Verfügung habe“, sagt der Handballlehrer. Außerdem bekommt der 51-Jährige so die Möglichkeit, wieder im Männerbereich zu arbeiten. „Das war immer mein Ziel“, sagt Fuhrig.

Als „fair und offen“ beschreibt Böddigers Sportlicher Berater Herbert Schäfer die Gespräche. „Es ist sehr schade für den Verein, dass uns Mike verlässt. Ich kann ihn aber auch ein Stück weit verstehen“, so Schäfer, der Fuhrig als „Glücksfall“ für den Verein bezeichnet. Schäfer weiter: „Ich habe noch nie einen Trainer erlebt, der so gut mit jungen Spielern arbeitet.“ Einen neuen Trainer für den Oberligisten gibt es noch nicht. „In meinem Kopf ist noch nicht einmal ein halber Name“, sagt Schäfer, der aber weiß, dass er sich etwas beeilen muss. Denn auch die Mannschaft möchte natürlich Klarheit in Bezug auf die neue Saison. Unklar ist da vor allem der Verbleib von Schlüsselspielerin Vilte Duknauskaite. Der Rückraumspielerin liegen Angebote von höherklassigen Klubs vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.