Handball-Oberliga: Letztes Heimspiel in diesem Jahr für Böddiger gegen TVH – Wiedersehen mit Köhler

Hildebrandt trotzt Rückschlag

Wegweisend: Lena Hildebrandt ist als Trainerin des TSV Eintracht Böddiger am Samstag gegen den TV Hüttenberg und eine Woche später im Derby bei der HSG Zwehren/Kassel in diesem Jahr noch zweimal gefordert. Foto: Kasiewicz

Böddiger. Ein Schock war’s nicht. Aber ein empfindlicher Rückschlag, auf den sie vorbereitet waren. Die nun feststehenden zwei Punkte Abzug für die Handballerinnen von Eintracht Böddiger, die damit vor der Partie gegen den TV Hüttenberg (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Felsberg) lediglich noch drei Zähler auf der Habenseite wissen.

„Der Vorstand hatte mich vor zwei Wochen informiert und ich habe es dem Team gesagt, dass wir erneut nicht das Schiedsrichter-Soll erfüllen können. Das ist halt das Schicksal kleiner Vereine“, zeigte Trainerin Lena Hildebrandt Verständnis für die ehrenamtlichen Helfer und kritisiert vielmehr die strengen Vorgaben des Hessische Handball-Verbands. Die zweitliga-erfahrene Kreisläuferin nimmt den Verlust sportlich und konzentriert sich allein auf die Arbeit mit ihrem Spielerinnen.

Die Eintracht-Talente kommen langsam in der Klasse an, müssen sich aber steigern, um am Ende drei Teams hinter sich lassen zu können. 5:5-Punkte waren eine gute Reaktion auf den Start mit vier unglücklichen Niederlagen. Vor allem die direkten Konkurrenten HSG Eibelshausen/Ewersbach (39:29) und HSG Sulzbach/Leidersbach (31:21) deklassierte Böddiger regelrecht.

Deswegen ist es ärgerlich für die Felsbergerinnen, dass ausgerechnet der kommende Gegner Einfluss auf den Abstiegskampf genommen hat. Denn der TVH blamierte sich zuletzt beim 26:34 gegen das bis dahin punktlose Sulzbach/Leidersbach. „Das dürfte für Hüttenberg ein Weckruf sein. Sie waren nicht so aggressiv wie sonst und haben für mich eigentlich den ausgeglichensten Kader der Liga“, sagt Trainerin Hildebrandt.

Das Team aus der Gemeinde im Lahn-Dill-Kreis zählt zum Inventar der Oberliga. Seit einem Jahr gehört auch die ehemalige Böddigerin Janina Köhler zum Kader. Die Torfrau ist hinter Rixa Hahn meistens die Nummer zwei. Erstklassig ist beim TVH vor allem Louisa Eckhardt-Helmes, deren Schlagwürfe aus zehn Metern gefürchtet sind. Viel Laufarbeit kommt also auf die 5:1-Deckung der Eintracht mit Katrin Benda an der Spitze zu, damit die Halblinke erst gar nicht im Position gebracht werden kann.

Mit fünf Siegen in Serie war der letztjährige Vize-Meister gestartet, ließ aber danach nicht nur gegen Sulzbach/Leidersbach Federn. Eine Chance für die Gastgeberinnen. „Wir müssen mutig sein, mit Kreuzungen arbeiten und am Kreis Räume schaffen und den Doppelpass suchen“, sagt Lena Hildebrandt. Klar, mit der klaren Nummer eins der Torjägerliste, Christin Schene (111/46), Katrin Benda (40), Anne Kühlborn (35) und der immer stärker werdenden Rechtsaußen Sophie Wagner (21) vertraut Böddiger auf den zweitstärksten Angriff der Klasse (262). Qualität, die es braucht, um die starke 5:1-Abwehr der Gäste gefährden zu können.

Von Sebastian Schmidt

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