Oberliga: Böddiger schlägt Kirchhof II 34:22 – Rückraum des Aufsteigers zu harmlos

Hildebrandt unaufhaltsam

Mal wieder durchgesetzt: Böddigers Kreisläuferin Lena Hildebrandt war im Derby gegen Kirchhof nicht zu stoppen. Hier kommt Kirsten Bänfer zu spät. Fotos: Hahn

Böddiger. Als Kirchhofs Katharina Hintze in der 24. Minute erst einen Siebenmeter und dann auch noch den Nachwurf versemmelte, war den 250 Zuschauern in der Halle klar, wer als Derbysieger im Handball-Oberligaduell das Feld verlassen wird. Am Ende siegten die Gastgeberinnen des TSV Eintracht Böddiger 34:22 (19:8) gegen die SG 09 Kirchhof II.

Die Mannschaft von Trainer Christian Denk wartet damit weiter auf den ersten Erfolg in dieser Saison. Was noch fehlt für die Oberligareife wurde in 60 Derbyminuten offengelegt. „Wir haben gut angefangen, hatten aber Pech im Abschluss. Das hat uns verunsichert. Dann haben wir uns in 1:1-Situationen verstrickt und unser Umschaltspiel hat nicht funktioniert“, sagte Denk.

Nur in den ersten zehn Minuten verlief die Partie ausgeglichen. Beide Teams agierten nervös, auch die erfahrene Rückraum-Achse vom TSV um Vilte Duknauskaite, Christin Schene und Jennifer Pioro ließ sich davon anstecken. Erst als Katrin Benda ihren Platz auf Linksaußen nutzte, zog der haushohe Favorit etwas davon. Das Problem der SG: Sie spielte praktisch ohne Rückraum. Weder Sandra Kühlborn (Halbrechts), noch Kirsten Bänfer (Halblinks) warfen aufs Tor.

Auf der anderen Seite zeigte sich die körperlich überlegene 6:0-Deckung der Fuhrig-Sieben konzentriert. „Die ersten 30 Minuten waren wirklich perfekt. Die zweite Hälfte hat mir dann aber weniger gefallen“, sagte TSV-Coach Mike Fuhrig.

Immer wieder leisteten sich die jungen SG-Spielerinnen haarsträubende Ballverluste - nur die 16-jährigen Andra Lucas und Hannah Grothnes stemmten sich gegen die Niederlage. Böddiger hingegen spielte im Angriff seine individuelle Klasse aus. Vor allem Kreisläuferin und Ex-Kirchhoferin Lena Hildebrandt war nicht zu stoppen. Kam sie an den Ball, war er entweder drin oder es gab einen Siebenmeter. „Klar, ich war heute ganz besonders motiviert“, sagte die 25-Jährige. So kam keine Spannung auf und nach 30 Minuten war die Partie bei einem 19:8-Halbzeitstand entschieden.

Nach dem Seitenwechsel ließ Denk erst Duknauskaite und Schene in Manndeckung nehmen. Als auch diese Variante verpuffte, ließ er ab der 42. Minute eine offene Manndeckung spielen. Damit hatte der Gastgeber schon mehr Probleme. Auf der anderen Seite fehlten Kirchhof aber die schnellen Tore über Tempogegenstöße. So entwickelte sich fortan ein relativ zerfahrenes Spiel, was natürlich nur einen Sieger kennen konnte.

Von Daniel Schneider und Marcel Glaser

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