Oberliga: Juniorteam gibt Sieg aus Hand

Kirchhof II verliert in letzter Sekunde Kellerduell gegen Eibelshausen

Traf siebenmal, konnte die Niederlage aber nicht verhindern: Laura Nolte. Foto: Hahn

Melsungen. Die SG 09 Kirchhof II hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga einen Rückschlag hinnehmen müssen. Mit 27:28 (15:13) verlor das Team von Trainer Christian Denk gegen die HSG Eibelshausen/Ewersbach. Mit ihrem einzigen Treffer sorgte HSG-Linkshänderin Sladja Ivetic drei Sekunden vor dem Schlusspfiff für den Sieg.

Dabei waren die Kirchhoferinnen gut in die Partie gestartet und führten mit 9:5 (12.) und 13:9 (21.). Vor allem Marie Herwig im Rückraum wusste zu überzeugen, während Christin Kühlborn und Luisa Teichmann in der Defensive die starke rechte Seite der Gäste um Tamara Matic und Ivetic stoppten. Dafür bekam die SG-Defensive Spielmacherin Lisa Schäfer und Linksaußen Kim Tirjan nicht in den Griff und ließ zu viele Torchancen liegen. „Wir hätten zur Pause höher führen müssen“, ärgerte sich SG-Coach Denk. Unzulänglichkeiten, die bestraft wurden: Matic verkürzte noch auf 13:15.

Bis zum 23:20 (43.) bestimmte Kirchhof die Partie, dann kippte das Spiel. „Wir haben völlig den Faden verloren“, bekannte Denk. Beim 22:23 (47.) hatten die Mittelhessinnen den Anschluss geschafft und waren fortan die bessere Mannschaft.

Dafür hielt nun Karina Morf die Zweitliga-Reserve mit ihren Paraden im Spiel. Erst hielt die 20-Jährige einen Gegenstoß von Jana Tirjan, dann parierte sie zweimal gegen die freistehende HSG-Kreisläuferin Nina Uhl und einmal gegen Rechtsaußen Matic. Im Gegenzug vergab Kim Mai jedoch einen Tempogegenstoß, ehe Christin Kühlborn zum 24:22 traf (52.). „In dieser Phase hat uns im Angriff die Konsequenz gefehlt“, erklärte Lisa-Marie Berz, „aber durch unsere Fehler haben wir den Gegner wieder aufgebaut.“ Die SG-Linksaußen hatte mit einem Schlagwurf noch für die 26:25-Führung gesorgt, ehe die Gäste durch Tirjan ausglichen und wenig später durch Danielle Müller beim 27:26 erstmals die Führung übernahmen (59.). Laura Nolte konnte per Gegenstoß noch einmal ausgleichen, ehe die bis dato blasse Ivetic den umjubelten 28:27-Siegtreffer für die Gäste erzielte. „Für uns war das ein Vier-Punkte-Spiel“, freute sich Gästetrainerin Ursel Asboe. • SG: Morf (14 Paraden/28 Gegentore) - Nolte 7, Lucas, Sauerwald, Konklowsky, Herwig 4, C. Kühlborn 2, Bänfer, S Kühlborn 4/4, Berz 5/1, Teichmann 1, Wäscher 1, Mai 1. SR: Krüger/Rehm - Z. 100 Siebenmeter: 4/6 – 5/6. Zeitstrafen: 12:6 Minuten. Rote Karte: S. Kühlborn (56., grobes Foulspiel).

Von Marcel Glaser

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