Juniorteam war „nicht klug genug“

Handball-Oberliga: Kirchhof II leistet Spitzenreiter Widerstand

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Gute Leistung: Kirchhofs Lea Günther, die mit dem Juniorteam an einem Coup gegen den Spitzenreiter schnupperte.

Melsungen. Der Favorit wankte, aber er fiel nicht. Mit 22:25 (12:14) unterlagen die Oberliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof II im Aufsteigerduell dem Spitzenreiter HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden.

Angesichts der Tabellenpositionen ein gutes Ergebnis, doch bei den Gastgeberinnen überwog am Schluss die Enttäuschung. „Die waren heute schlagbar“, stellte SG-Coach Martin Denk fest. Und auch seine Spielmacherin Lea Günther haderte mit der verpassten Chance: „Uns hat das letzte Quäntchen Glück gefehlt.“

Vor allem in der ersten Halbzeit war das Juniorteam ein ebenbürtiger Gegner. Verschob in der Abwehr konsequent und zwang den starken Gästerückraum um Nathalie Pfingstgräf, Celine Schwarzkopf und Nadine Eilers des Öfteren ins Zeitspiel. Und im Angriff baute die SG-Offensive um Sandra Kühlborn, Lea Günther und Marie Herwig ordentlich Druck und Tempo auf, stieß mit Verve in die Lücken und bot dem Tabellenführer so ordentlich Paroli. Dabei konnten auch Rückstände die SG nicht verunsichern. Nach dem 4:2 (6.) und dem 10:8 (19.) durch Pfingstgräf konterte das Juniorteam jeweils zum 4:4 (7.) und 11:10 (24.). Vermochte sich aber für seine gute Defensivarbeit nicht entscheidend zu belohnen. Technische Fehler verhinderten eine höhere Führung. Stattdessen ging es mit 12:14 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel sorgten die Gäste beim 16:12 (34.) und 21:16 (44.) für klare Verhältnisse. Die aufopferungsvoll kämpfende SG hielt tapfer dagegen, vermochte der Partie aber keine Wendung mehr zu geben. Auch nach der Roten Karte gegen HSG-Spielmacherin Pfingstgräf (39.) gelang kein Comeback. „Da waren wir nicht klug genug“, befand Günther: „Man merkt, dass wir noch eine junge Mannschaft sind. In solchen Momenten fehlt uns die Erfahrung.“ Vor allem gegen die 5:1-Formation der Gäste fand die SG-Offensive kein Mittel. Und nach der Disqualifikation gegen Kühlborn fehlten dem Juniorteam Alternativen. Stattdessen sorgte Eilers beim 24:19 (52.) für die Entscheidung. Dank der Paraden der sich steigernden Frederikke Siggaard im Tor verkürzte Kirchhof noch einmal auf 21:24 (54.). Mehr nicht.

Kirchhof: Siggaard (1.-60. Minute, 25 Gegentore/13 Paraden) - Lucas 4, Immelnkämper 1, Führ 1/1, Sauerwald, Konklowsky 1, Herwig 4, Günther 8/6, Gondermann, Bänfer, Kühlborn 2, Berz 1, Vaupel 1.

Weiterst./Braunsh./Worf.: Saper (1.-30., 10/2), Avemarie (30.-60., 12/8) - Schneider, Bork 3, Himmelheber, Schwarzkopf 3, Eilers 3, Wamser 4, Hartweck 2, Becker 2/1, Pfingstgräf 6/3, Leibl 2.

SR: Mäkitalo/Schäfer (Wiesbaden). Z: 70.

Siebenmeter:7/8: 5/6.

Zeitstrafen: 12:10 Minuten.

Rot: Pfingstgräf (39., Dritte Zeitstrafe), Kühlborn (54., Dritte Zeitstrafe).

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