Handball-Oberliga: Eintracht kanzelt Aufsteiger mit 46:24 ab und ist nun Zweiter

Lena Dietrich trifft wie sie will

Zu schnell für ihre Gegenspielerin: Lena Dietrich (TSV) lässt hier Franziska Amann (rechts) stehen und erzielt einer ihrer insgesamt 15 Treffer. Foto: Hahn

Felsberg. Die Partie war praktisch schon nach zehn Minuten entschieden. Da hatten Christin Schene und Vilte Duknauskaite den TSV Eintracht Böddiger mit 10:1 gegen den Aufsteiger FSG Dieburg/Groß-Zimmern in Führung geworfen. Auch eine Auszeit ihres Trainers Michael Fischer brachte die Südhessinnen nicht mehr zurück ins Spiel. Die Eintracht bot eine Demonstration ihres Könnens und schickte den Neuling der Handball-Oberliga mit 46:24 (22:13) nach Hause.

Folgerichtig sprach TSV-Trainerin Rocsana Negovan von „unserer besten Saisonleistung“. Und freute sich darüber, „dass wir zum ersten Mal in Abwehr und Angriff über 60 Minuten konstant unsere Leistung abgerufen haben.“ Die Belohnung: Dank des fünften Heimsieges kletterte die Eintracht auf den zweiten Tabellenplatz.

Ohne Kaspar und Pregler

Dabei war die Ausgangslage für die Felsbergerinnen alles andere als optimal. Denn neben den Langzeitverletzten musste die Negovan-Sieben auch auf Juliane Kaspar (Wadenprobleme) und Regisseurin Juliane Pregler (beruflich verhindert) verzichten.

Deren Fehlen machte sich kaum bemerkbar, weil die TSV-Deckung um Duknauskaite und Lena Hildebrandt im Mittelblock erneut hervorragend mit Torfrau Katja Frommann harmonierte und den Gästen kaum eine Chance zum Torwurf eröffnete. Dafür erkämpften sich die Edertalerinnen viele Bälle, die die schnelle Lena Dietrich per Gegenstoß verwertete.

Und auch aus dem Positionsangriff zeigte sich die Negovan-Sieben mit Schene als Spielmacherin agiler und treffsicherer als zuletzt. „Endlich haben wir es geschafft, im Angriff die einfachen Treffer zu machen und unsere Chancen zu nutzen“, lobte TSV-Übungsleiterin Negovan ihre Offensivabteilung.

Schon kurz nach der Pause machten die Felsbergerinnen endgültig alles klar. Von 23:13 (31.) zog die Mannschaft auf 31:15 (31.) davon. Die Gegenwehr der Südhessinnen war nun erloschen. Die Eintracht überrannte den Oberliga-Neuling, wobei sich vor allem Julia Hasper und Dietrich als Gegenstoßspezialistinnen auszeichnen konnten. • TSV: Frommann (1.-30., 8 P.), Köhler (30.-60., 11 Paraden) - Pioro 5/2, Hasper 5, Hildebrandt 2, Dietrich 15, Duknauskaite 6, Schene 13/6, Rojan, Kaspar (n.e.).

Von Marcel Glaser

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