Oberliga-Derby: Eintracht Böddiger schlägt Kirchhof II nach hartem Kampf mit 28:22

TSV macht spät alles klar

Jubel nach dem Derby-Sieg: Anne Hildebrandt, Theresa Volk und Katrin Benda (von links) beklatschen den 28:22-Erfolg ihres TSV Eintracht Böddiger, bei dem die TSV-Handballerinnen viel Widerstand brechen mussten. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Auch eine überragende Paula Küllmer und mehrere Verstärkungen aus dem Zweitliga-Team verhalfen den Handballerinnen der SG 09 Kirchhof II nicht zum erhofften Erfolg im Oberliga-Derby gegen den TSV Eintracht Böddiger. Mit 28:22 (16:10) entschieden die Felsbergerinnen die Partie für sich.

„Kirchhof hat eine junge und dynamische Mannschaft, die einen guten Handball spielt. Das war für uns eine echte Herausforderung, aber wir haben den Kampf angenommen und am Ende hat die Routine den Ausschlag gegeben“, erklärte Eintracht-Trainer Mike Fuhrig. Sein Gegenüber Christian Denk hingegen haderte mit einer verpassten Chance: „In den wichtigen Phasen haben wir zu viele Fehler gemacht. Unsere Pässe sind nicht angekommen oder wir haben unvorbereitet abgeschlossen.“

Dabei wusste das SG-Juniorteam besonders zu Beginn durchaus zu überzeugen. In einer offensiven 5:1-Abwehr, in der Lisa-Marie Berz als Vorgezogene agierte, hielt Kim Mai Böddigers Torjägerin Christin Schene zunächst in Schach, so dass sich die Gastgeberinnen über 3:2 (4.), 5:2 (9.) und 7:5 (14.) einen knappen Vorsprung erspielten. Dabei konnte sich die Denk-Sieben auch auf die starke Paula Küllmer im Tor verlassen, die allein in der ersten Hälfte mehrere klare Torchancen des TSV vereitelte.

Erst mit der Hereinnahme von Anne Kühlborn steigerte sich die Eintracht, weil die Halblinke im Eins-gegen-Eins immer gefährlich war und darüberhinaus Spielmacherin Vilte Duknauskaite auftaute. So drehte das Team von Mike Fuhrig die Partie zum 9:7 (17.). Beim 10:11 durch Marie Herwig war der Aufsteiger noch auf Augenhöhe, dann zog Böddiger bis zur Pause auf 16:10 davon.

Fuhrig-Team eiskalt

Und dominierte zunächst auch die zweite Halbzeit. Beim 22:14 durch Katrin Benda (45.) deutete alles auf einen klaren Erfolg der Felsbergerinnen hin. Doch das SG-Juniorteam gab nicht auf und kämpfte sich - angetrieben von Berz und Rechtsaußen Andra Lucas - wieder auf 20:24 heran (56.). Bitter nur, dass sich die bis dato starke Berz bei einem Wurf von Linksaußen am Fuß verletzte und ausschied.

Bis zum 22:25 (58.) durch Kim Mai konnte die SG von einer Überraschung träumen, dann fehlte ihr die Kraft zu mehr. Erst verlor Luisa Teichmann den Ball, dann scheiterten Mai und Sandra Kühlborn an TSV-Torhüterin Katja Frommann. Fehler, die die Fuhrig-Sieben durch Schene, Anne Hildebrand und Julia Hasper konsequent zum 28:22-Endstand nutze. • SG: Küllmer (1.-60. Minute, 19 Paraden/28 Gegentore), Morf - Nolte 2, Lucas 3, Sauerwald, Wäscher, Herwig 2, C. Kühlborn 3, Bänfer 1, S. Kühlborn 2/1, Berz 5/1, Teichmann, Werner, Mai 4/1. TSV: Frommann (1.-60., 15/22), Köhler - Benda 3, Pioro, Volk 2, A. Hildebrand 2, Pregler 1, Hasper 3, A. Kühlborn 2, L. Hildebrand 2, Schene 7, Duknauskaite 6, Wagner. SR: Kaplan/Scheld (Wiesbaden/Hüttenberg). Siebenmeter: 3/4:0/1. Zeitstrafen: 6:4-Minuten. Zuschauer: 100.

Von Marcel Glaser

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.