Oberliga: Böddiger schlägt Zwehren im Derby 27:23 – Neuzugang im Anflug

Richtige Reaktion gezeigt

Trafen am Wochenende noch in der Oberliga aufeinander: Zwehrens Lena Kerwin (links) und Böddigers Lena Dietrich spielen in der nächsten Saison für Drittligist Fritzlar. Foto: Hahn

Felsberg. Einen versöhnlichen Abschluss feierten die Oberliga-Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger im letzten Heimspiel der Saison. Im Derby gegen die HSG Zwehren hieß es am Ende 27:23 (13:13).

In der neuen Saison soll dann richtig angegriffen werden, so der allgemeine Tenor.

Aber zurück zur Gegenwart, die zeigt: Die Luft ist weitestgehend raus. Gegen einen vor allem im Rückraum kaum oberligatauglichen Gegner tat sich der Gastgeber schwer. „Es war ein emotionales Spiel für uns. Wir mussten uns in die Partie hinein kämpfen“, sagte die scheidende Trainerin Rocsana Negovan. Es war auch die Partie der Fritzlar-Neuzugänge, die direkt gegeneinander spielten. Zumindest dieses Duell ging an Zwehren. Denn Rechtsaußen Lena Kerwin (sieben Tore) zeigte ein deutlich besseres Spiel als Böddigers Linksaußen Lena Dietrich (ein Tor), die deutlich unter ihren Möglichkeiten blieb. Damit war die zukünftige Drittliga-Spielerin in bester Gesellschaft.

In einem zerfahrenen Spiel mit unzähligen technischen Fehler und grauenhaften Fehlpässen setzte sich kein Team ab und Böddiger verpasste es, Ruhe in die Partie zu bringen. Einzig der individuellen Klasse von Vilte Duknauskaite und Christin Schene war es zu verdanken, dass Böddiger nicht zurücklag. Denn die Abwehr leistete sich zu viele Aussetzer und Torfrau Janina Köhler fand erst in der zweiten Hälfte zur Normalform.

Wie der Rest des Teams. Angetrieben von der plötzlich starken Mittelachse Duknauskaite/Lena Hildebrandt setzte sich Böddiger Tor um Tor ab, ohne allerdings eine großartige Führung herauszuwerfen (15:13, 22:19).

Damit war auch der Plan der Trainerin durchkreuzt. „Ich wollte eigentlich viel mehr durchwechseln. Aber der Sieg war mir heute wichtiger“, sagte Negovan. Der Erfolg geriet dann auch nicht mehr in Gefahr, auch weil Zwehren im Angriff auf Normalmaß zurecht gestutzt wurde. „Die zweite Hälfte war in Ordnung. Wir hätten aber höher gewinnen müssen“, sagte Negovan.

Noch ein Neuzugang

Am Rande des Spiels wurde bekannt, dass Böddiger an einem weiteren Neuzugang dran ist. „Es handelt sich um eine Linkshänderin für den Rückraum mit Drittligaerfahrung. Nach dem letzten Saisonspiel können wir mehr verraten“, sagte der Sportliche Berater Herbert Schäfer. • Böddiger: Köhler (14 Paraden/22 Gegentore), Goetjes (bei einem Siebenmeter) - Benda 7, Pioro, Volk, Pregler 2/1, Rojan, Hasper, Duknauskaite 7, Hildebrandt 4, Schene 6/3, Dietrich 1. SR: Eichner/Henkel. Z.: 120. Zeitstrafen: 2:6. Siebenmeter: 4/6 - 1/4.

Von Daniel Schneider

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