Oberliga: Derby verläuft nur 20 Minuten ausgeglichen – Wagner feiert ihr Debüt

Schene bricht den Bann

War wieder einmal nicht zu stoppen: Böddigers Torjägerin Christin Schene (rechts), die hier im Derby die Baunatalerin Katja Gerbig stehen lässt. Foto: Hahn

Böddiger. Pflichtaufgabe erfüllt. Der TSV Eintracht Böddiger gewann das Derby in der Frauenhandball-Oberliga gegen den GSV Eintracht Baunatal 33:17 (17:11).

Dabei präsentierten sich die Großenritter nur die ersten 20 Minuten nicht als ein Abstiegskandidat. Das lag zum einen an einem geduldig vorgetragenen Angriffsspiel und zum anderen an Selina Schneider, die auf Halblinks für einigen Wirbel sorgte. Böddiger hingegen leistete sich doch recht viele technische Fehler, zudem gelang in den ersten 30 Minuten kein Tor von den Außenpositionen. Es musste mal wieder der Rückraum um Jenny Pioro, Vilte Duknauskaite und Christin Schene richten. Eine Schwächephase des TSV beim 8:7 (18.) nutzten die Gäste nicht. Zu hektisch wurden die Bälle weggeworfen, das erst strukturierte Angriffsspiel war Vergangenheit. Und auch in der Abwehr schlichen sich immer mehr Nachlässigkeiten ein.

Beispiel: Beim TSV kam Anne Kühlborn in die Partie, wurde nicht angegriffen und traf erstmal wie sie wollte. Die GSV-Deckung stand nun viel zu passiv auf sechs Metern. Keine gute Idee bei der Wurfkraft von Schene und Duknauskaite. Es war dann auch die Ex-Kirchhoferin Schene, die die Weichen auf Sieg stellte. Immer wieder kam sie von sieben, acht Metern ungehindert zum Wurf und Böddiger setzte sich so nach und nach ab.

Mittlerweile gingen die Köpfe bei den Baunatalern nach unten, während die Fuhrig-Sieben ihre ganze individuelle Klasse ausspielen konnte. Zudem steigerte sich auch Katja Frommann im TSV-Tor. Klasse ihre Fußabwehr bei einem freien Wurf von Xenia Ahrend. Schon zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 17:11 entschieden. Auch in der zweiten Hälfte passierte nicht mehr viel im GSV-Angriffsspiel. Der Rückraum rannte sich jetzt immer wieder an der kompakten TSV-Deckung fest, in der Abwehr kam der GSV oft einen Schritt zu spät und kassierte viele Zeitstrafen. So konnte es in dem ab der 20. Minute ungleichen Derby, bei dem auf Böddiger Seite die 16-jährige Sophie Wagner ihr Debüt feierte, nur einen Sieger geben. • TSV: Frommann (13 GT/19 Paraden), Köhler (4/8) - Duknauskaite 6, Schene 10/6, Kühlborn 3/1, Benda 2, A. Hildebrandt, L. Hildebrandt 5, Hasper, Pioro 5, Wagner 2. GSV: Fischmann (23 GT, 9 P), Weinrich (10 GT, 2 P) – Waschinger, Gessner 1, Hoscan 1, Huy, Gerbig, Ahrend 1, Kurzbuch 3, Schneider 8/3, Hahn 3, Kelterborn, Lattemann. SR: Asboe/Bechthold. Z: 200. Siebenmeter: 7/7:3/3. Zeitstrafen: 2:16.

Von Daniel Schneider

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