Oberliga-Fazit: Eintracht Böddiger gab Aufstieg aus der Hand

An sich selbst gescheitert

Peilt in der nächsten Saison den Aufstieg an: Böddigers Vilte Duknauskaite. Foto: Hahn

Böddiger. Knapp scheiterte Frauenhandball-Oberligist TSV Eintracht Böddiger am Aufstieg in die 3. Liga. Vielleicht war das aber auch ganz gut so, denn immerhin steht ein Trainerwechsel an.

Mike Fuhrig ersetzt die erfolgreiche Rocsana Negovan, die drei Jahre lang als Trainerin wirkte. „Im Training haben in der Rückrunde leider immer wieder Spielerinnen aus beruflichen Gründen gefehlt. Sonst wäre vielleicht auch der Aufstieg dringewesen“, blickt Negovan zurück. Sie hob aus der Mannschaft vor allem Torhüterin Katja Frommann, Lena Dietrich und Christin Schene hervor.

Die Mannschaft, gespickt mit vielen erfahrenen Spielerinnen, gehört zweifelsohne zu den stärksten der Liga. Und lieferte sich lange Zeit einen Zweikampf mit dem TuS Kriftel. Die Südhessen stiegen am Ende in die 3. Liga auf. Knackpunkt war wohl das Rückspiel gegen Kriftel Anfang Februar. Böddiger zeigte in der ersten Hälfte eine desaströse Leistung und lag 7:16 zurück. Am Ende gab es trotzdem noch einen Punktgewinn.

Das zeigt: Die Qualität der Mannschaft ist da, allerdings hat das Team zwei Gesichter. So verlor Böddiger unter anderem noch gegen Baunatal nach einer weiteren schlechten Vorstellung.

Das soll sich zur neuen Saison ändern, in die der TSV Eintracht Böddiger als klarer Aufstiegsfavorit geht. Schon jetzt sucht der enorm wurfstarke Rückraum mit Christin Schene und Vilte Duknauskaite ihresgleichen. Hinzu kommt mit der früheren Zweitligaspielerin Lena Hildebrandt eine weitere Ausnahmekönnerin, die zudem mit Duknauskaite einen starken Mittelblock in der Abwehr bildet. „Im Angriff gab es aber zu viele technische Fehler“, moniert Negovan, die auch einen Rat für die Zukunft der Eintracht hat: „Wichtig ist es, auf die Jugend zu setzen. In der A- und B-Jugend sind ganz viele talentierte Spielerinnen, die es einzubauen gilt.“

Neuzugang ist da

Der Kader des TSV für die Oberligasaison ist nahezu komplett. Wie berichtet verlassen den Vizemeister Lena Dietrich (Fritzlar), Juliane Pregler (Stand-by-Spielerin), Juliane Kaspar und Julia Rojan (beide Karrierende). Dafür steht neben Linksaußen Anne Hildebrandt ein weiterer Neuzugang fest. Anne Kühlborn wechselt von der A-Jugend der SG 09 Kirchhof nach Böddiger. Die 18-Jährige 1,80 Meter große Spielerin kann auf Halblinks im Rückraum spielen. Bis zum Trainingsauftakt am 10. Juni soll vielleicht noch eine Linkshänderin zum Team stoßen.

Von Daniel Schneider

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