Oberliga: Böddiger gewinnt gegen Bensheim 38:32, doch Trainerin verlässt den Verein

Sieg, aber Negovan geht

War nicht zu stoppen: Böddigers Christin Schene (rechts) gelangen gegen Bensheim trotz Erkältung 14 Treffer. Hier setzt sie sich gegen Lena Thoß durch. Foto: Hahn

Böddiger. Der 38:32 (22:13)- Sieg des TSV Eintracht Böddiger gegen die HSG Bensheim/Auerbach geriet schnell zur Nebensache. Denn Trainerin Rocsana Negovan teilte nach dem Schlusspfiff ihren Rückzug zum Ende der Saison mit.

„Ich habe der Mannschaft am Dienstag im Training mitgeteilt, dass ich zur neuen Saison nicht mehr zur Verfügung stehe“, sagte Negovan. Ein ein Rückzug aus persönlichen Gründen, denn: „Ich möchte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.“ Trotzdem kommt die Nachricht zur Unzeit. Denn Böddiger hat weiterhin alle Chancen, den Aufstieg in die dritte Liga zu schaffen, auch wenn Kontrahent Kriftel im Fernduell ebenfalls gewann.

Gegen Bensheim tat sich Böddiger nur in den ersten Minuten schwer. Die Südhessen wechselten permanent ihre Abwehrformation. HSG-Coach Adrian Fuladdjusch zeigte, was er beim Trainerlehrgang gelernt hatte. Da wurde wild experimentiert. Mal in der Abwehr eine 6:0 gespielt, dann eine doppelte Manndeckung oder eine offene Deckung über die gesamte Spielhälfte. Auch im Angriff ließ sich der Trainer viel einfallen. Phasenweise wurde die Torhüterin zugunsten einer siebten Feldspielerin herausgenommen. Doch es nützte alles nichts. Böddiger hatte auf jede Variante die passende Antwort parat.

Das lag vor allem an einer wieder einmal überragenden Christin Schene, die in der ersten Hälfte nach ihrer Einwechslung nicht zu stoppen war. Trotz Erkältung (sie spielte mit Taschentüchern in ihren Socken) warf sie ein Tor nach dem anderen und führte ihre Mannschaft quasi im Alleingang zur 22:13-Halbzeitführung. Begünstigt wurde die hohe Führung auch durch eine indiskutable Torhüterleistung der Gäste.

In der zweiten Hälfte ließ die Konzentration bei Böddiger mit zunehmender Spieldauer nach. Bensheim kam so noch einmal auf fünf Tore (34:29) heran.

Dann griff Bensheims Fuladdjusch wieder in die Trickkiste, ließ in Unterzahl decken, um eine Konterspielerin bei Ballgewinn schnell ins Spiel zu bringen. Doch Böddiger löste auch diese Aufgabe geschickt und ließ sich den verdienten Sieg nicht mehr nehmen. Auch auch weil Rückraumspielerin Vilte Duknauskaite in der zweiten Hälfte immer stärker wurde. • TSV: Köhler, Frommann - Benda 2, Pioro 1, Volk 2, Kaspar, Pregler, Rojan, Hasper 4, Duknauskaite 6, Hildebrand 4, Schene 14/3, Dietrich 5. SR: Schmidt/Wiegand.

Von Daniel Schneider

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