Sowohl Zwehren als auch Baunatal brauchen im Derby Punkte für den Abstiegskampf

Zum Siegen verdammt

Hoffnungsträgerin: Nach zwei Monaten im Ausland könnte Baunatals Kreisläuferin Jacqueline Hahn (Mitte) zurück in den Kader kehren. Hier setzt sie sich im Hinspiel gegen Sophie Bachmann (links) und Kathrin Hoppe durch. Archivoto: Koch

Kassel. Es sind eigentlich noch zehn Spiele in der Handball-Oberliga der Frauen zu spielen, doch der Abstiegskampf ist bereits in vollem Gange. Wenn am Sonntag ab 15.30 Uhr in der Heisebachhalle in Oberzwehren die HSG Zwehren/Kassel und Eintracht Baunatal aufeinandertreffen, geht es nicht nur um den Derbysieg, sondern auch um vielleicht entscheidende Punkte im Abstiegskampf. Denn mit neun (Zwehren) beziehungsweise acht (Baunatal) Punkten ist der Vorsprung auf die Abstiegsränge nur gering, zumal Verfolger Dieburg am Wochenende auf das punktlose schlusslicht Sulzbach/Leidersbach trifft.

„Bei Baunatal sieht durch den Abzug von fünf Punkten am Saisonende die Situation momentan alles andere als rosig aus. Die Eintracht steht mächtig unter Druck“, sagt Zwehrens Trainer Andreas Paul. Aber auch sein Team brauche jeden Punkt, um den Anschluss zum Mittelfeld nicht aus den Augen zu verlieren.

Sorgenfalten bereiten dem Zwehrener Trainer aber nicht nur die Duelle im Abstiegskampf, sondern auch die personelle Situation. Hinter dem Einsatz von Alina Küster (Fußverletzung), Maria Kiwa (krank), Majken Appel (Schulterprobleme) und Johanna Lattemann (Finger) steht ein Fragezeichen. „Wir konnten dadurch nicht ganz optimal trainieren. Ich hoffe aber, dass das Derby bei unseren angeschlagenen Spielerinnen ungeahnte Kräfte freisetzt“, erklärt der Zwehrener Trainer.

Bei den Baunatalerinnen war nach der 30:31-Niederlage gegen Dieburg unter der Woche erst einmal Aufarbeitung angesagt. „Wir haben uns am Dienstag nochmal zusammengesetzt und das Spiel analysiert“, erzählt Baunatals Trainerin Margret Schmidt. Sie habe an ihre Team appelliert, sich an die ersten beiden Spiele der Hinrunde zu erinnern, die damals beide souverän gewonnen wurden – unter anderem auch gegen Zwehren.

Der Blick bei der Eintracht richtet sich trotz der prekären Situation nach vorne. „Wir müssen weiter an uns glauben. Die Mädels waren unter der Woche im training ganz gut dabei“, sagt Schmidt. Und während die Vorbereitung auf Dieburg durch zahlreiche Ausfälle holprig verlief, kann sie diesmal auf den kompletten Kader vertrauen.

Erstmals könnte wieder Kreisläuferin Jacqueline Hahn im Kader stehen, die von ihrem Auslandsaufenthalt zurück gekehrt ist. „Ihr Einsatz entscheidet sich im Abschlusstraining“, sagt Schmidt. Eine Hoffnungsträgerin ist sie allemal, denn ohne Hahn verlor Baunatal alle fünf Spiele. (msf)

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