TSV Eintracht Böddiger schlägt Hüttenberg souverän 29:22

Der Traum vom Aufstieg lebt

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Nicht zu stoppen: Böddigers Lena Hildebrandt (links), hier im Zweikampf mit Hüttenbergs Maren Prüfer.

Felsberg. Das war eine deutliche Ansage. Mit 29:22 (17:11) schickten die Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger ihren bis dahin punktgleichen Mitkonkurrenten im Oberliga-Meisterschaftsrennen, den TV Hüttenberg, auf die Heimreise.

Und bleiben damit dem mit einem Zähler Vorsprung führenden TuS Kriftel (34:19 bei der HSG Sulzbach/L. II) weiter hart auf den Fersen. Nur zu Beginn der Partie waren die Gäste in der Lage, dem reiferen Spiel der Eintracht Paroli zu bieten. Danach setzten sich Spielwitz und Erfahrungsvorsprung der Nordhessinnen klar durch.

Doch ein Selbstläufer war die Partie nicht. Im Gegenteil überraschten die Mittelhessinnen zu Beginn mit viel Tempo und einer schnellen Mitte nach Gegentoren, die Böddigers Abwehr ein ums andere Mal überrumpelte. Den 2:0- Vorsprung der Gastgeberinnen durch Christin Schene und Vilte Duknauskaite kehrten sie in eine eigene 3:2-Führung, auch weil Lena Dietrich sowie Schene bei einem Siebenmeter nur das Gebälk anvisierten. „Das erste Spiel nach einer längeren Pause ist immer wichtig. Außerdem hatten wir viel Respekt vor dem Gegner und haben dadurch Nerven gezeigt“, erklärte Duknauskaite die Anfangsphase ihrer Mannschaft (7:7, 15.).

Starke Vorstellung: Böddigers Rückraumspielerin Vilte Duknauskaite.

Nach einer Auszeit schickte Trainerin Rocsana Negovan Juliane Pregler und Juliane Kaspar aufs Feld. Mit Erfolg. Pregler ordnete das Spiel und brachte Struktur in die Angriffe, Kaspar warf all ihre Erfahrung in die Waagschale und nutzte konsequent die sich ihr bietenden Lücken. Wovon es einige gab, weil die TVH-Abwehr auf der anderen Seite viel Mühe hatte, Duknauskaite in den Griff zu bekommen. Vier Treffer in Folge, davon zwei von der Halblinken, die nicht nur mit Treffern glänzte, sondern auch durch ein gutes Auge und viele intelligente Anspiele, sorgten beim 11:7 (21.) für eine erste klare Führung. Die im Anschluss über 14:8 bis auf 17:9 (jeweils Kaspar, 24. und 28.) konsequent ausgebaut wurde.

Eine Hypothek, die für die Hüttenbergerinnen nach dem Wechsel nicht mehr zu stemmen war. „Nach dem Tempo-Beginn haben wir uns in Einzelaktionen verloren. Dazu noch versucht, über den Mittelblock von Böddiger zum Erfolg zu kommen, der dafür aber zu stark war“, analysierte TVH-Trainer Stefan Mappes.

Die Heim-Sieben hatte beim Zwischenstand von 22:12 schon alles klar gemacht. „Danach war es dann schwierig, die Konzentration noch hoch zu halten“, sagte Duknauskaite. Was jedoch kein Problem für ihre Trainerin darstellte: „Wichtig war, die Rückrunde mit einem Sieg zu beginnen“, so Negovan.

TSV: Frommann, Köhler - Pioro 3, Volk 2, Kaspar 3, Pregler 2, Rojan, Hasper 4, Hildebrand 1, Schene 7/2, Duknauskaite 6, Dietrich 1/1.

Von Michael Koch

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