Eintracht Baunatal: Rolf Schröder übernimmt Oberliga-Frauen von Margret Schmidt

Ein Trio kommt aus Fritzlar

Zurück in Baunatal: Trainer Rolf Schröder. Archivfoto:  Fischer/nh

Baunatal. Die Abgänge der Leistungsträgerinnen Janina Landau-Schütz, Sarah Panhans und Carina Salzmann zum Nachbarn HSG Zwehren/Kassel treffen die Baunataler Eintracht hart. Zumal auch noch Jana Hoppe den Handball-Oberligisten nach Körle verlässt und Trainerin Margret Schmidt ihr Amt niederlegte.

Doch Bange machen gilt nicht bei den Großenritter Frauen, und so wird an den Langenbergen intensiv an der Personalplanung für die nächste Runde gearbeitet. Mit Erfolg: Rolf Schröder (55), in Kassel arbeitender Sportlehrer aus Bad Karlshafen, hat zum dritten Mal den Trainerjob bei der Eintracht übernommen. Und ist auf gutem Weg, die Abgänge zumindest ein gutes Stück weit zu kompensieren.

Gleich drei Spielerinnen kommen aus Fritzlar nach Baunatal: Jana Kurzbuch (21, bis 2012 in Zwehren) für Rechts- und Linksaußen kommt aus dem Regionalliga-Team, Sina Dieling (21, Kreis) und Fabienne Huy (20, Rückraum Mitte) aus der Landesliga-Truppe. Zudem bemühen sich die Verantwortlichen und Schröder um eine Reaktivierung der einstigen Leistungsträgerin Jana Hempel (25), die wegen einer Ausbildung bei der Bundespolizei und nach einer schweren Verletzung zuletzt pausiert hatte.

„Wir werden eine ganz junge Mannschaft haben, auf deren Ehrgeiz und Lernwilligkeit ich mich freue“, sagt Trainer Schröder. 14 Spielerinnen seien derzeit im Kader, eine weitere starke Linkshänderin für den Rückraum „wäre wie ein Sechser im Lotto“. Zwar schwebe nach wie vor das Damoklesschwert erneuter Punktabzüge wegen fehlender Schiedsrichter über dem Team. Aber Schröder hofft, „dass die Bemühungen des Vereins um Besserung schon in der kommenden Runde den Abzug minimieren helfen.“ Und so gibt sich der neue Coach auch zuversichtlich: „Wenn wir es irgendwie schaffen, im ersten Jahr den Klassenerhalt zu schaffen, dann haben wir im zweiten Jahr eine sehr gute Perspektive.“

Genau das hatte auch Margret Schmidt vor einem Jahr gehofft, als sie eine arg dezimierte Truppe übernommen und mit sieben zumeist jungen Neuzugängen überraschend zu einer 22:22-Punktebilanz geführt hatte. „Aber dieses eine Jahr hat viel Kraft gekostet“, sagt die 58-jährige A-Scheininhaberin nun auch angesichts des Abzugs von fünf (!) Zählern, dem dadruch langen Bangen um den Klassenerhalt und dem nun überraschenden Abgang von vier Leistungsträgerinnen. „Und ich habe wenig Lust, in jedem Jahr wieder etwas Neues aufzubauen.“

Das Eintracht-Urgestein will nun den Sommer genießen und auftanken. „Und dann bin ich offen für eine neue Herausforderung - bei der Eintracht oder woanders.“

Von Gerald Schaumburg

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