Vor dem letzten Spieltag der Handball-Oberliga ist die Zahl der Absteiger ungewiss

Verwirrung vor dem Finale

Bruchlandung: Wenn es ganz schlecht läuft, könnten sowohl Zwehren als auch Baunatal absteigen. Archivfoto: Schachtschneider

Kassel. Wenn am Sonntagnachmittag die Schlusssirene bei der Partie HSG Zwehren/Kassel gegen Mörfelden ertönt, ist auch die Saison in der Handball-Oberliga der Frauen beendet. Ein großes Fragezeichen wird dann weiter hinter der Frage stehen, wie viele Teams denn aus der Oberliga absteigen. Und so müssen Baunatal und Zwehren auch nach Sonntagabend noch zittern

Grund dafür ist die Verkleinerung der dritten Liga in der kommenden Spielzeit. Das hat zur Folge, dass der Tabellenführer der Oberliga Hessen nicht direkt aufsteigt, sondern in die Relegation mit dem Ersten der Bayernliga muss. Zusätzlich stehen die Absteiger aus der dritten Liga noch nicht endgültig fest. Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen ist als 13. der Westgruppe eigentlich abgestiegen, hat aber noch theoretische Chancen, falls denn zwei weitere Teams zurückziehen. Zusätzlich muss die HSG Sulzbach/Leidersbach als Tabellenzwölfter der Südgruppe in die Relegation mit den anderen drei Tabellenzwölften der anderen Gruppen.

„Von den vier Teams steigt aber nur eines ab“, erklärt Horst Keppler, Spielkommissionsvorsitzender der dritten Liga. Für die Mannschaften ist die Ungewissheit belastend. „Es ist definitv keine schöne Situation, die auch die Mannschaft belastet“, sagt Zwehrens Trainer Andreas Paul. Der Abstieg wird somit zum Rechenspiel mit drei Szenarien.

• 1. Szenario: Drei Absteiger Die Variante, die der offizielle Spielplan bislang vorsieht. Der Fall tritt ein, wenn Tabellenführer Kriftel die Relegation gewinnt und nur ein Absteiger aus der dritten Liga in die Oberliga Hessen kommt. Dementsprechend müsste Sulzbach ein Spiel in der Relegation gewinnen, um diese zu überstehen.

• 2. Szenario: Vier Absteiger Hierfür gibt es gleich zwei Varianten. Verpatzt Kriftel die Relegation, und erhält die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen nicht doch noch einen Startplatz in der dritten Liga, müssen vier Mannschaften aus der Oberliga absteigen. Das könnte allerdings auch der Fall sein, wenn Kriftel den Aufstieg schafft. Zeitgleich müssten jedoch sowohl Dutenhofen, als auch die HSG Sulzbach/Leidersbach absteigen. Das hätte gleichzeitig zur Folge, dass mindestens ein Team aus dem Kreis Kassel keine Chance auf den Klassenerhalt hätte.

• 3. Szenario: Fünf Absteiger Wenn es schlecht läuft, müssen alle Teams ab Rang acht den Gang in die Landesliga antreten. Damit das passiert, müsste Kriftel den Aufstieg in die dritte Liga verpassen und Sulzbach sowie Dutenhofen absteigen. Da in diesem Falle drei Teams aus der Landesliga auf- und zwei aus der dritten Liga absteigen würden, müssten gleich fünf Mannschaften die Oberliga verlassen.

Von Max Seidenfaden

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