Böddigers Vorsitzender Gunter Veit im HNA-Interview zum möglichen Aufstieg

„Wir planen zweigleisig“

Haben Böddiger verstärkt: Kreisläuferin Lena Hildebrandt (linkes Bild) und Vilte Duknauskaite, die sich im rechts gegen Sina Wellenfels (Nummer 9) von der TSG Leihgestern durchsetzt. Fotos: Hahn

Böddiger. Seit dem Aufstieg 2008 spielen die Handballerinnen von Eintracht Böddiger in der Oberliga vorn mit. Nach sechs teils deutlichen Siegen in Serie führt das Team von Trainerin Rocsana Negovan nun die Tabelle zur Halbzeit an. Der Vorstand mit Gunter Veit (1. Vorsitzender), Björn Kramer (2. Vorsitzender), Carsten Griesel (Sportwart), Thomas Brenzel (Jugendwart), Petra Brenzel (Schriftführerin) und Peter Hoppe (Kassierer) ist dabei, die Weichen für den möglichen Aufstieg in die 3. Liga zu stellen. Es wäre der größte Vereinserfolg, nachdem die Männer der Eintracht von 1986 bis 1988 in der Regionalliga spielten. Gunter Veit gibt sich im Interview bescheiden.

Wäre die 3. Liga finanziell für Böddiger zu stemmen?

Veit: Wenn die Mannschaft aufsteigen kann, werden wir alles versuchen, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Grundsätzlich ist es so, dass wir sehr bescheidene Mittel haben. Wir gehen finanziell kein Risiko ein. Wir wissen, dass es in der 3. Liga ein erheblicher Mehraufwand wäre. Deswegen planen wir zweigleisig.

Sind neue Sponsoren in Sicht?

Veit: Wir sind in guten Gesprächen. Ganz besonders wichtig ist es, eine breite Basis zu schaffen. Wir setzen mehr auf kleinere und mittlere Sponsoren.

Wie sehr zieht das Umfeld mit?

Veit: Wir verfügen über ein funktionierendes Umfeld. Wenn wir ein solches Abenteuer wagen würden, werden wir aber noch mehr auf die Unterstützung von Fans und Mitgliedern angewiesen sein. Wir sind froh, dass wir mit Herbert Schäfer einen erfahrenen, sachverständigen Mann gewinnen konnten, der sich um das Team kümmert und uns hilft, die notwendigen professionelleren Strukturen zu schaffen.

Wie reif ist die Mannschaft für die 3. Liga?

Gunter Veit: Aus unserer Sicht ist die Mannschaft bereit. Sie hat sich unter Roxi Negovan gut weiterentwickelt. Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, ist der Aufstieg drin.

Das Team scheint stabiler, patzt nicht mehr gegen schlechter platzierte Mannschaften. Welchen Anteil haben daran die Königstransfers von Lena Hildebrandt und Vilte Duknauskaite?

Veit: Wir sind nun flexibler, um auf gewisse Spielsituationen zu reagieren. In der Abwehr sind wir deutlich stabiler. Unsere starken Torhüterinnen Katja Frommann und Janina Köhler profitieren davon. Auch menschlich passt es im Team einfach.

Wer kann das Team noch stoppen?

Veit: Hüttenberg kann uns sicher einen Strich durch die Rechnung machen. Der zweite große Gegner ist Kriftel. Unser Vorteil ist, dass wir beide direkt in den nächsten beiden Heimspielen zu Gast haben.

Hinter Kirchhof und Fritzlar ist Böddiger im Schwalm-Eder-Kreis die Nummer drei im Frauenhandball. Greifen Sie jetzt an?

Veit: Unser Ziel ist es nicht, beiden den Rang abzulaufen. Aber eine gesunde Rivalität ist wichtig. Unser Ansporn ist es allerdings, einmal gegen solch etablierte Mannschaften ein Derby spielen zu dürfen. Wir wollen mit unseren Möglichkeiten das Optimum herausholen.

Dazu wäre auch eine Homepage notwendig...

Veit: Wir wollen uns der modernen Welt natürlich nicht verschließen und sind dran, uns auch endlich im Internet darstellen zu können.

Von Sebastian Schmidt

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