Oberliga-Handballerinnen triumphieren im Derby gegen Eintracht Böddiger

Zwehren glänzt bei 29:22

Wie entfesselt: Die Zwehrener Spielmacherin Sophie Bachmann lässt sich auf dem Weg zum Tor von Böddigers Jennifer Pioro nicht aufhalten. Foto: Hedler

Kassel. Es war ein Sieg fast wie aus dem Bilderbuch. Nach einer hochkonzentrierten, kaum von Schwächen getrübten Leistung landeten die Oberliga-Handballerinnen der HSG Zwehren/Kassel in eigener Halle einen verdienten 29:22 (15:10)-Derbysieg über den TSV Eintracht Böddiger.

Eng wurde es für die HSG fast nur in der Anfangsphase. In der neunten Minute lag sie letztmals hinten (4:5) und ließ sich danach nicht mehr beirren. Mit großer Beständigkeit machten die Gastgeberinnen dem TSV das Leben schwer, packten in der Abwehr konsequent zu und legten bis zum Schluss hohes Tempo vor. Immer besser stand ihre Deckung, und schon Mitte der ersten Halbzeit kam die HSG zu leichten Gegenstoßtoren. Dazu gelang es ihr mehrfach, Alina Küster am Kreis freizuspielen, die sicher abschloss.

Böddiger biss sich im Angriff zusehends die Zähne aus. Meist schaffte es lediglich Christin Schene, für Torgefahr zu sorgen. Doch je länger die Partie andauerte, desto häufiger scheiterte auch sie am Zwehrener Abwehrbollwerk. Das von HSG-Trainer Gunnar Kliesch gefürchtete effektive Kleingruppenspiel des TSV unterbanden seine Frauen meist schon im Ansatz.

Nach der Pause kamen die Gäste etwas besser ins Rollen. Sie verkürzten auf 14:16 (37.) und hatten wenig später die Möglichkeit zur Wende. Denn bei eigener 18:15-Führung stand Zwehren unversehens in dreifacher Unterzahl auf dem Parkett. Aber auch diese heikle Aufgabe löste die Mannschaft perfekt. Die vorzügliche Torhüterin Katja Zeller parierte gegen Anne Hildebrandt im Eins-gegen-eins, und auf der Gegenseite traf Kathrin Hoppe unter frenetischem Jubel der 100 Zwehrener Anhänger zum vorentscheidenden 19:15. Danach schien die Moral der nur mit acht Feldspielerinnen angereisten Eintracht gebrochen.

„Unser Konzept ist heute voll aufgegangen. Das Tempo war das A und O. Wir haben es immer hochgehalten und standen im Abwehrverbund ganz prima“, urteilte Zwehrens Trainer Gunnar Kliesch und ergänzte auf seine Torhüterin gemünzt: „Dahinter war Katja immer da.“

Zwehren/Kassel: Zeller, Gerner (ab 57.) - Salzmann 5, Küster 3, Schleider 8, Daniel, Löhrer 1, Bachmann 3, Naumann 2/2, Panhans 1, Hoppe 3, Kiwa 3, Tampe, Appel

Von Wolfgang Bauscher

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