Oberliga-Handballerinnen bei 23:36 im Derby gegen Böddiger überfordert

Zwehren zahlt Lehrgeld

Durchgetankt: Vor allem in der ersten Halbzeit setzte Kathrin Hoppe (21) für die HSG Zwehren/Kassel so wie hier gegen Lena Dietrich (links) und Christin Schene von Böddiger einige Ausrufezeichen. Foto: Fischer

Kassel. Enttäuscht waren sie und ein wenig zerknirscht. Am Boden zerstört allerdings nicht, obwohl sie beim 23:36 (12:17) gegen den TSV Eintracht Böddiger in eigener Halle eine empfindliche Niederlage kassierten. Zu stark präsentierte sich der Tabellenführer, als dass sich die Oberliga-Handballerinnen der HSG Zwehren/Kassel allzu sehr grämen müssten.

Diese Ansicht vertrat auch Andreas Paul. „Böddiger ist schon ein Maßstab, an dem wir uns nicht unbedingt messen müssen. Da hätte schon bei uns alles passen und dort alles schiefgehen müssen, um eine Chance zu haben“, mochte der Zwehrener Trainer seinen Frauen keine Vorhaltungen machen. Und das, obwohl sie sicher nicht ihren besten Tag erwischt hatten und ihnen viele technische Fehler unterliefen.

Insgesamt jedoch hatten ihnen die Gäste alles voraus, was gefordert war. Neben der spielerischen Überlegenheit warfen sie ihre Erfahrung und ihre körperlichen Vorteile in die Waagschale. „Unsere Abwehr war gut auf den Gegner eingestellt, vorn haben wir sicher abgeschlossen. So kam Zwehren nicht dazu, die erste und zweite Welle zu spielen“, nannte Eintracht-Trainerin Rocsana Negovan die Ursachen der Überlegenheit.

Nur zu Beginn lagen die Gastgeberinnen kurz vorn, danach zogen die Edertaler davon. Nie schien es, als könnte Zwehren noch einmal herankommen, egal, was Andreas Paul auch versuchte. Böddiger wusste die passende Antwort auf die 5:1-Deckung, und auch als Laura Giese die starke Christin Schene kurz deckte, beeindruckte dies den TSV nicht. Zudem stellte Negovan die Abwehr nach der Pause ein wenig um und nahm der bis dahin starken Kathrin Hoppe im Rückraum rechts viel von ihrer Wirkung.

Etwas Gutes abgewinnen konnte Paul dem Derby schließlich doch: „Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft.“

Zwehren/Kassel: Wieden (1.-15., 46.-60.), Ciupka (15.-46.) - Giese 5/1, Stunz 1, Küster, Tampe, Bachmann 3, Kerwin 1, Kathrin Hoppe 5, Kiwa 8/3, Waschinger

Von Wolfgang Bauscher

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.