Handball-Oberliga: Kliesch-Team feiert beim 28:19-Erfolg dritten Sieg in Serie

Zwehren zerlegt Walldorf

Sprunggewaltig: Zwehrens Carina Salzmann (am Ball) entwischt Dimitra Andrikopoulou und wirft aufs Tor. Foto: Malmus

kassel. 30 denkwürdige Minuten reichten, um die TGS Walldorf mit 28:19 (19:11) regelrecht aus der Halle zu fegen. Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Zwehren/Kassel bleiben also in der Erfolgsspur. Der dritte Sieg in Folge ist gleichbedeutend mit Rang fünf in der Tabelle. Wer hätte das nach dem mäßigen Saisonstart gedacht.

Zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Dabei rückte der eher dürftige Auftritt nach dem Seitenwechsel in den Hintergrund. Was im Gedächtnis blieb, war zweifellos das Handball-Feuerwerk, das die Mannschaft von Trainer Gunnar Kliesch im ersten Spielabschnitt abbrannte. Es klappte fast alles. Phasenweise spielte sich die HSG in einen Rausch. Das, was Walldorf in 60 Minuten schaffte, gelang den Zwehrenerinnen in der Hälfte der Zeit. Nämlich 19 Tore.

„Das war eine sensationell starke erste Halbzeit“, befand Trainer Kliesch. Und er hatte recht. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten beherrschte seine Mannschaft recht schnell die Walldörferinnen. Die Deckung packte konsequent zu. Zu Torabschlüssen kamen die Gäste meist aus ungünstigen Positionen. Und im Angriff? Da war nahezu jeder Wurf der HSG ein Treffer – zumindest in Halbzeit eins. Carina Salzmann machte auf Außen, was sie wollte. Sarah Panhans ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Und Meike Naumann war wie gewohnt treffsicher – auch aus sieben Metern. Die Aufzählung könnte immer so weitergehen. Alles in allem überzeugte die Kliesch-Sieben im Kollektiv.

Jede Spielerin trug ihren Teil zum Erfolg bei. Die Abstimmung stimmte und die Abwehr machte einen soliden Job. Walldorf musste trotz einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang nach drei Siegen in Serie wieder eine Niederlage hinnehmen. Und was für eine. Der Zwehrener Sieg war nie wirklich in Gefahr. Und das obwohl sich die HSG nach der Pause nicht annähernd so lauffreudig, so zielstrebig, so bissig präsentierte wie zuvor. Der HSG-Coach konnte trotzdem hochzufrieden sein.

„Natürlich genügt die zweite Halbzeit nicht unseren Ansprüchen. Da waren die Gäste bissiger. Trotzdem stimmte wieder die Abwehrleistung.“

Von Raphael Wieloch

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