Damen-Oberliga: Kirchhof II hat mit Quartett verlängert

Zwei Teams auf Kurs

Voller Einsatz: Kirchhofs Lea Günther (am Ball) und Böddigers Julia Hasper in einer Szene aus dem Derby. Foto: Kasiewicz

Schwalm-Eder. Der Trend stimmt positiv: Nach (kleinen) Sieges-Serien waren die Oberliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof II (11:11 Punkte, 264:273 Tore) und die vom TSV Eintracht Böddiger (9:13, 330:326) auf Nicht-Abstiegsplätzen in die Winterpause gegangen. Eine Bestandsaufnahme, ehe die Rückrunde in einer Woche startet.

Der Rückblick

• Kirchhof II: „Wir haben erwartungsgemäß etwas gebraucht, um anzukommen. Dann haben wir eine Super-Serie hingelegt“, lobt Trainer Martin Denk den Aufsteiger. Schlüsselerlebnisse für das Juniorteam waren dabei die Siege bei der HSG Sulzbach/Leidersbach (30:23) und im Derby (33:24). Bauen kann die SG auf eine starke Deckung, hinter der Top-Talent Paula Küllmer meistens das Tor hütet.

• Böddiger: Auf die Winterpause hätte Trainerin Lena Hildebrandt verzichten können. Denn zuletzt feierte sie mit ihrem jungen Team drei hohe Siege in vier Partien. „Das hatte ich so nicht erwartet“, sagt die frühere Kreisläuferin, die vor der Runde ihre Karriere beendete. Als Abwehrspezialistin gelang es ihr, Böddiger in der Defensive zu stärken. Torhüterin Denise Dippel verdiente sich dabei ein Sonderlob und spielt klasse mit der Deckung zusammen.

Das Personal

• Kirchhof II: Da sich vor der Serie Johanna Ulrich kurzfristig abmeldete, fehlt eine gelernte Kreisläuferin im Kader. Denk schenkt hier nun Lisa-Marie Berz Vertrauen, wodurch sich die aufstrebende Lea Immelnkämper auf Linksaußen noch mehr zeigen kann. Bislang hat die SG kaum Verletzungen zu beklagen. Auch deshalb genießt der Kader volles Vertrauen.

• Böddiger: Da Anne Zwenger aus beruflichen Gründen kürzer tritt, rückt Katja Frommann aus der Reserve zurück in den Kader. Das Comeback der langzeitverletzten Jennifer Pioro lässt noch auf sich warten.

Die Vorbereitung

• Kirchhof II: Martin Denk drückt aufs Tempo. Das junge Team soll noch mehr über die erste und zweite Welle seine Stärken mit schnellem Handball ausspielen. Das bekam zuletzt die Konkurrenz beim Turnier des SVH Kassel zu spüren, das Kirchhof locker gewann.

• Böddiger: Kraft- und Lauftraining stehen im Fokus. Klar, der kleine Kader braucht Körner, um im packenden Abstiegskampf bestehen zu können. Hildebrandt setzt taktisch vor allem bei der Abwehr an. In der 5:1-Deckung bietet sich Anne Kühlborn als Alternative zu Katrin Benda an. Kreuzungen und mehr Bewegung heißen die Schlüsselworte für den Angriff. Ein Ziel: Christin Schene als Torjägerin zu entlasten. Die Treffer sollen auf mehr Schultern verteilt werden.

Der Ausblick

• Kirchhof II: Spielmacherin Sandra Kühlborn, Lea Günther, Laura Sauerwald und Berz sind vier Leistungsträgerinnen, die bereits ihre Zusage für kommende Saison gegeben haben. Trainer Denk würde das Juniorteam am liebsten geschlossen halten. Heftig ist nun allerdings das Auftaktprogramm: HSG Rodgau (20.1.), TSG Waldorf (28.1.) und HSG Weiterstadt (3.2.) sind die nächsten Gegner – und damit drei der besten fünf der Liga.

• Böddiger: Nach dem personellen Aderlass könnte Böddiger den Klassenerhalt feiern wie frühere Aufstiege. Zumal dem Team wie berichtet am Saisonende zwei Punkte wegen Schiedsrichter-Mangel abgezogen werden. Vielversprechend ist das Auftaktprogramm: Mit HSG Eibelshausen (20.1.), HSG Wettenberg (27.1.) und SG Bruchköbel (3.2.) stehen drei Kellerduelle an. „Wir spüren keinen Druck, haben aber die Chance, ins Mittelfeld zu klettern“, sagt Hildebrandt.

Von Sebastian Schmidt

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