27:33 - Mündens Gegner war am Flattern

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Hatte Pech bei einigen Nachwürfen: TG-Torhüter Alexander Klocke.

Schellerten. Nach dem Heimsieg gegen Soltau musste Handball-Oberligist TG Münden wieder einen Dämpfer hinnehmen. Beim TV Eiche Dingelbe unterlagen die Südniedersachsen mit 27:33 (12:16).

Gleichzeitig sorgte das Ergebnis aus Soltau für betrübe Mienen. Der gastgebende MTV besiegte überraschend den MTV Großenheidorn, für den das 30:32 die erste Niederlage in diesem Jahr bedeutete. Damit beträgt der Mündener Vorsprung auf den drittletzten Tabellenplatz wieder fünf Punkte.

TG-Trainer Frank Janotta überraschte Dingelbe zunächst mit einer offensiv ausgerichteten 4-2-Deckung. Dingelbe, das auf einen gelernten Kreisläufer verzichten musste, fand dagegen in der Anfangsphase kaum Mittel, und die TG eroberte relativ leicht den Ball. Ärgerlich war nur, dass die Gäste dies nicht ausreichend in eigene Treffer ummünzen konnten. „Da wurde im Angriff einfach zu drucklos gespielt. Hinzu kamen technische Fehler, was Dingelbe zu leichten Kontertoren nutzte“, berichtete Janotta. So machte Dingelbe aus einem 5:2 einen 7:3-Vorsprung (11. Minute). Außerdem landeten fast alle Abpraller nach den Paraden des am Samstag einzigen Torhüters Alexander Klocke fast immer beim Gegner. So stand zum Pausenpfiff ein Vier-Tore-Rückstand zu Buche.

Anstatt nun konzentrierter zu Werke zu gehen, verschlief die TG den Start in die zweite Hälfte. Plötzlich stand es aus TG-Sicht 12:20. Es sprach allerdings für die Mündener, dass sie sich mit der drohenden Niederlage nicht abfanden. „Plötzlich haben wir viel mehr Zug zum Tor gezeigt und sind, immer wenn es angebracht war, in die Tiefe begangen“, wusste Frank Janotta zu berichten. So gelang eine Aufholjagd zum 25:28 (53.). Dann brachte ein Pfiff der Schiedsrichter die TG auf die Palme. Die Unparteiischen hatten an der Mittellinie auf Schrittfehler entschieden. Für seine Reklamation erhielt Frank Janotta eine Zeitstrafe. Die daraus resultierende Unterzahl brachte die Niederlage. „Der Gegner war am Flattern, aber das hat die Entscheidung gebracht“, meinte Janotta. Aber es sei wohl eine Reaktion auf einige Benachteiligungen im Vorfeld dieser Szene gewesen. „Jetzt stehen wir vor schwierigen Wochen“, sagte der Coach mit Blick auf die anstehenden Spiele gegen starke Mannschaften wie Schaumburg, in Hameln und gegen Nienburg.

TG Münden: Klocke - Backs 7, Eisenbach 7/1, Knieps 6, Mendisch 5, Michalke 2, Rentsch, Janotta, Ritz, Herbold, Rust. (mbr)

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