In der Abwehr überfordert

Handball-Oberliga: TG Münden verliert beim 28:34 erneut wichtige Punkte

Setzt sich am Lehrter Kreis durch und wirft: Jann Rentsch. Foto: Schröter

Hann. Münden. Eine katastrophale Abwehrleistung vor allem in der ersten Halbzeit kostete die Oberliga-Handballer der TG Münden beim 28:34 (10:18) gegen den Lehrter SV jede Siegchance.

„Wenn schon scheiße, dann aber auch mit Schwung“, fasste TG-Trainer Markus Piszczan das Gesehene nach dem Schlusspfiff recht drastisch zusammen – und traf damit den Nagel auf den Kopf. Verloren hatte sein Mannschaft die Partie bereits in den ersten 30 Minuten, als sie den Gegner im Angriff nach Belieben schalten und walten ließ und man der Defensive jegliche Oberligatauglichkeit absprechen musste. Vor allem die rechte Abwehrseite mit Björn Prinz zeigte gegen die körperlich starken Lehrter kaum Gegenwehr, so dass diese sowohl aus dem Rückraum als auch vom Kreis immer wieder frei zum Wurf kamen. TG-Keeper Daniel Voß, der allerdings auch nicht seinen besten Tag erwischte, konnte einem da schon ziemlich leidtun.

Und weil beim Gastgeber im Angriff auch bei weitem nicht alles klappte (den ersten Treffer gegen die gut funktionierende 5:1-Deckung der Gäste erzielten sie nach fünf Minuten und den zweiten nach elf!), war die Partie zur Pause quasi schon gelaufen.

Wer von den treuen 200 TG-Fans nun hoffte, ihr Team würde mit frischem Schwung aus der Kabine kommen, sah sich getäuscht. Wieder gehörten die ersten drei Tore den Lehrtern, die sich bis auf 27:15 (45.) absetzten. Dann aber geschah etwas völlig Unerwartetes: In gleichem Maße, in dem das Spiel der Gäste angesichts des vermeintlich sicheren Auswärtssieges nachlässiger wurde, fand die Piszczan-Sieben immer besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand Tor um Tor. Plötzlich stand die Abwehr und plötzlich fand vorne fast jeder Wurf sein Ziel. Über 21:29 (50.) arbeitete sich die TG Tor um Tor heran, so dass der Rückstand sechs Minuten vor dem Schlusspfiff nur noch 25:30 betrug und plötzlich wieder ein Fünkchen Hoffnung in der Gymnasiumshalle aufblitzte. Doch die Aufholjagd hatte zu spät begonnen und scheinbar auch zu sehr an den Kräften gezehrt. Am Ende schaukelte Lehrte den sieg nach Hause. Einen Sieg, der über die gesamte Spieldauer gesehen, auch mehr als verdient war.

„Wenn man so spielt wie wir im ersten Durchgang, darf man sich am Ende nicht beklagen, wenn man verliert“, befand Markus Piszczan. Aber er konnte der Partie auch etwas Gutes abgewinnen. „Trotz der schwierigen Situation ist das Team intakt. Das hat man auch heute gesehen“, sagte er. TG Münden: Voß, Gerland – Backs 7, Grambow 7/2, Lieberknecht 4, Bolse 3, Janottas 2, Rentsch 2, Neuhaus 2, Oppermann 1, Prinz, Endig, Michalke.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.