Altes Leid bei der TG Münden - 34:36 gegen Helmstedt

Warf fast fehlerfrei: TG-Rechtsaußen Daniel Lieberknecht (rechts) gegen Florian Bethge. Foto: Brandenstein

Hann. Münden. Handball-Oberligist TG Münden verpasste durch ein 34:36 (18:21) gegen HF Helmstedt-Büddenstedt die Chance, auf den drittletzten Tabellenplatz zu springen.

Positiv war nur der Blick auf die Niederlage des MTV Vorsfelde in Soltau. Dadurch bleibt Vorsfelde bei 16 Punkte stehen. Da dem Verein am Saisonende acht Zähler abgezogen werden, ist der Vizemeister des Vorjahres tatsächlich noch mittendrin im Abstiegskampf.

Über solche Rechenspiele will sich Mündens Trainer Markus Piszczan derzeit keine Gedanken machen. Zu oft wurde in den vergangenen Jahren über Auf- und Abstiege abseits des Spielfeldes entschieden. Nämlich dann, wenn es beispielsweise zu Vereinsfusionen, Rückzügen von Teams oder zu Aufstiegsverzichtserklärungen kam. Piszczans Mannschaft kann deshalb nur von Spiel zu Spiel denken und versuchen, das Beste aus den vielen Heimspielen der laufenden Rückserie herauszuholen. Das gelang am Samstagabend gegen Helmstedt-Büddenstedt nicht. Ausschlaggebend war die schwache Defensive und wieder einmal Pech in der Schlussphase.

Die dritte Zeitstrafe gegen Mündens Kreisläufer Georg Mendisch zerstörte zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff die letzte Hoffnung auf einen Punktgewinn.

Zeitstrafe nach Applaus

Die Szene erregte die Gemüter: Nach einer Stürmerfoul-Entscheidung gegen TG-Rechtsaußen Daniel Lieberknecht klatschte Mendisch nach eigener Darstellung aufmunternd in Richtung Lieberknecht. Die Schiedsrichter deuteten den Beifall als abfällige Geste in Bezug auf ihre Entscheidung. Also gab es eine Strafzeit beim Stand von 32:34 aus Mündener Sicht. Zwar brachte Christian Grambow die Gastgeber in Unterzahl auf 33:34 heran, doch die sehr ausgeglichen treffenden Gäste schlugen wie immer, wenn sich die TG in den vorausgegangenen 58 Spielminuten Hoffnungen gemacht hatte, eiskalt zurück. Markus Piszczan war über weitere Entscheidungen der Unparteiischen sauer. Er meinte: „Einen Punkt haben wir heute selbst versemmelt, den anderen Punkt haben aber die Schiedsrichter zu verantworten, die keine Schrittfehler und auch kein Zeitspiel gepfiffen haben.“

Fakt war am Samstag aber auch, dass die TG-Abwehr trotz eines Trainingsschwerpunktes offen wie ein Scheunentor war. Helmstedt, das sogar ohne seinen etatmäßigen Halblinken bestens klar kam, machte das Spiel sehr breit und agierte erfolgreich mit Einläufern von den Außenpositionen. Auch im Eins-gegen -Eins hatten die Gäste Vorteile. Da nutzte der TG, die nur bis zum 10:9 (18.) einige Male führte, auch ihre gute Angriffsleistung mit einem enorm effektiven Daniel Lieberknecht auf dem rechten Flügel nichts. Am Samstag kommt Hameln zur TG.

TG Münden: Voß, Gerland - Lieberknecht 9, Grambow 7, Janotta 5/2, Backs 4, Mendisch 4, Rentsch 1, Stajic 1, Hohmann 1, Bolse 1, Prinz 1. Beste Werfer Helmstedt: Friedrich, Lopez (je 7).

Von Manuel Brandenstein

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