Analyse: TG Münden drückt HSV Hannover die Daumen

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Ist mit seiner aktuellen Mannschaft HSV Hannover wichtig für die TG: Thorben Buhre, hier noch im Mündener Trikot während eines Spiels gegen LVB Leipzig.

Hann. Münden. Zehn Spieltage vor Saisonende steht die TG Münden noch immer auf einem Abstiegsplatz der Handball-Oberliga. Unsere Analyse zeigt: Die TG ist von anderen Klubs abhängig.

Den entstandenen Druck versucht die TG dadurch zu lindern, dass Spieler und Trainer nur von Woche zu Woche denken wollen. Trainer Markus Piszczan möchte sich deshalb auf keine Diskussionen einlassen, welcher Platz am Ende vielleicht den Klassenerhalt bringen könnte. Für die Fans ist das aber interessant. Deshalb haben wir vor dem anstehenden Derby gegen Rosdorf (Sa., 19.15 Uhr) und vor allem vor dem enorm wichtigen Spiel gegen Hildesheim II (eine Woche später) die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Die Ausgangslage

Die TG Münden ist Tabellenvorletzter (10:34 Punkte); knapp hinter Hildesheim II (10:32). Zur SG Börde auf dem viertletzten Rang besteht aus Mündener Sicht bereits ein Rückstand von fünf Plus- und sogar neun Minuspunkten (Börde hat zwei Spiele weniger bestritten). Es ist also unwahrscheinlich, dass die TG die SG Börde noch hinter sich lassen kann.

Die Abstiegsregelung

Offiziell gibt es drei Absteiger. Doch falls kein niedersächsischer Drittligist am Saisonende in die Oberliga herunterkommt, müssen nur zwei Mannschaften in den sauren Apfel beißen. Das bestätigte gestern Oberliga-Spielwart Manfred Herzog (Hameln).

Der Fall Vorsfelde

Das Team aus dem Wolfsburger Stadtteil verzichtete vor der Saison auf den Aufstieg, verpasste die Meldefrist für die Oberliga und wurde trotzdem als 17. Team wieder aufgenommen. Allerdings werden am Saisonende acht Punkte abgezogen (derzeit: 16:26). Aktuell stecken die Jungs von Trainer Mike Knobbe also ebenfalls im Abstiegskampf. Jedoch scheint die Substanz im Team groß genug zu sein, auch wenn nur eines der letzten sechs Spiele gewonnen wurde.

Blick auf 3. Liga Nord

Nur aus dieser Liga droht der TG Gefahr. Derzeit steht kein Niedersachse auf den drei Abstiegsplätzen. „Bei drei Absteigern bleibt es auch“, betont Spielleiter Michael Kulus. Und zwar ganz gleich, ob aus der 2. Liga mehr als ein Nordklub in die Drittklassigkeit rutscht (derzeit ist das der Fall; mit HF Springe und SV Henstedt-Ulzburg auf Abstiegsrängen). Die Tabelle der 3. Liga wird also für die TG entscheidend sein. Aktuell ist aus niedersächsischer Sicht nur der HSV Hannover (Anderten) gefährdet. Das Team des ehemaligen TG-Spieler Thorben Buhre gewann zuletzt aber beim Vorletzten in Stralsund und hat als Viertletzter zwei Punkte Vorsprung vor den Füchsen Berlin II. Gerüchte, die Hannoveraner wollten sich aus finanziellen Gründen in die Oberliga zurückziehen, entkräftet Buhre: „Wir spielen weiter 3. Liga“, sagt der Linksaußen der HNA. So habe es der Verein den Spielern mitgeteilt. Die TG muss Anderten also die Daumen drücken.

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