Sanierung der Gymnasiumshalle verschoben – Spielplanänderung aber fraglich

Bald wieder Heimspiele?

Stimmung in der Gymnasiumshalle: Wie hier in der zurückliegenden Saison konnten die Zuschauer ihre TG in der neuen Spielzeit noch nicht unterstützen. Fotos: Brandenstein

Hann. Münden. Rolle rückwärts bei der Sanierung der Gymnasiumshalle: Die Bauarbeiten werden verschoben, die Halle kann unter anderem von den Mündener Handballern wieder genutzt werden. Das bestätigte auf Anfrage der Landkreis Göttingen, der Träger der Sportstätte.

Die Bauarbeiten werden auf das kommende Jahr verschoben. Rüdiger Nebel, vom Gebäude-Management des Landkreises, erläuterte, dass sich auf das Ausschreibungsverfahren keine Firmen gemeldet hätten. „Die Handwerksbetriebe scheinen derzeit voll ausgelastet zu sein“, meinte Nebel. Jetzt ist das Verfahren unterbrochen worden. Die Arbeiten sollen erst ab Juni 2016 beginnen. Dann werde neben den für dieses Jahr geplanten Sanitärarbeiten auch das neue Tonnendach inklusive Photovoltaik-Anlage auf die Halle gesetzt. Das bisherige Flachdach ist aus dem Jahr 1985 und laut Landkreis marode. Das neue, das etwas gewölbt sein wird, werde auch zur Energieeinsparung beitragen können.

Doch profitieren von der aktuellen Entwicklung auch Mannschaft und Anhänger des Handball-Oberligisten TG Münden? Die Fans mussten sich Ende Juni mit der Nachricht abfinden, dass ihre Mannschaft bis Mitte Dezember nur auswärts antritt. Ob sich das jetzt wieder ändern kann, ist ungewiss. Reiner Schmitz, der 2. Vorsitzende der TG Münden, sagt: „Wir müssen das erst mal mit dem Staffelleiter absprechen. Wenn dann ein Verein das mittlerweile verlegte Spiel wieder zurücktauschen will, werden wir das prüfen.“ Besonders bestimmend wird die TG aber wohl nicht auftreten, da der Verein im kommenden Jahr erneut darauf angewiesen sein wird, dass die anderen Klubs auf Mündener Verlegungswünsche eingehen.

Nach zwei Auftaktniederlagen in der Fremde dürfte sich auch die Mannschaft über ein Heimspiel freuen. „Allerdings weiß ich derzeit nicht so recht, ob das wirklich der Heilsbringer für uns wäre“, meint Trainer Frank Janotta, der sich eher über größere Torgefahr seiner Spieler freuen würde.

Die Aussichten für die Jugendhandballer der JSG, schnell wieder in der Gymnasiumshalle spielen zu können, stehen übrigens weitaus besser als für die TG. JSG-Vorsitzender Markus Piszczan hatte die betroffenen Heimspiele nach Gimte und in die benachbarte Halle am Werraweg verlegt. Stimmen die Staffelleiter zu, könnten die Nachwuchsmannschaften sehr schnell wieder ins Gymnasium wechseln. Die TG hatte Heimspiele in Gimte wegen des logistischen Aufwands (u.a. mehrmaliger Transport von bislang fest installierten Werbetafeln) abgelehnt.

Von Manuel Brandenstein

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