Handball-Oberliga Männer

24:21 - Rosdorf dreht Duell gegen Jahn in letzten elf Minuten

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Spektakuläre Flugeinlage von Rosdorfs Daniel Müller: Der HG-Kreisläufer hat sich gegen Duderstadts Matthias Heim durchgesetzt und zieht im Fallen ab. Rechts Jahns Benny Möller.

Göttingen. Was war das für ein Derby in der Handball-Oberliga! Eines mit allen Schikanen: Viele Emotionen, viel Hektik, viel Kampf, viel Krampf, viele Fouls – und ein glücklicher Sieger.

Der hieß wie schon im Hinspiel (25:11) HG Rosdorf-Grone, der den Kreisrivalen TV Jahn Duderstadt in der Schlussphase noch mit 24:21 (8:9) bezwang und seinen Platz im Vorderfeld festigte – vor dem Spitzenspiel am kommenden Wochenende in Vorsfelde.

„Wir haben das Spiel in einer schwierigen Phase noch gedreht – Hut ab“, war Rosdorfs immer so kritischer Coach Gernot Weiss glücklich. „Ein Riesenlob an mein Team!“ Sein Duderstädter Kollege Christian Caillat haderte heftig mit den Schiedsrichtern. „Ich dachte, das soll eines der besten niedersächsischen Gespanne sein! Aber mit so vielen Strafen kannst du so ein Spiel auswärts nicht gewinnen, Am Ende waren wir aber auch müde.“

Knallharte Abwehrreihen

Damit spielte Caillat auf die breitere Bank der HG an, während seinem Team langsam die Luft ausging bei Ausfällen wie Tetzlaff, Nass und Bjarne Kreitz. „Bei uns war die Kraft alle, ich war stehend k.o.“, gestand Jahns Matthias Heim.

In der ersten Hälfte wurde die durchweg spannende und dramatische Partie von den knallharten Abwehrreihen beider Teams diktiert. Die 2:1-Führung für Jahn fiel nach 12:50 Minuten! Wenige Tore, dafür ein verletzter HG-Torwart Julian Krüger, der mit dem Kinn auf den Boden krachte, nach 48 Minuten zurück kam und hinterher ins Krankenhaus zum Nähen musste. Erst nach 27 Minuten schaffte Rosdorf den ersten Ausgleich zum 7:7. Jahns Deckung stand noch besser als Rosdorfs, es gab kaum ein Durchkommen für die HGer, während sich Jahn-Teammanager Ekki Loest mit Weiss über den Tisch des Kampfgerichts hinweg fetzte. Nach der Pause sahen beide Gelb.

Auch nach dem Wechsel behielten die Eichsfelder die Führung, die HG kam einfach nicht heran. Der mühsam erzielte 15:15-Ausgleich war gleich wieder weg, weil Rosdorf Jahn-Rechtsaußen Carlos Swoboda, Matze Heim und Spielmacher Justin Brand nicht stoppen konnte.

Bei der HG musste es daher wieder Scharfschütze Marlon Krebs (8) richten. In Mathis Ruck bekam er mit allen fünf Toren in der zweiten Hälfte endlich Unterstützung. Erst in der 49. Minute gelang dem Weiss-Team beim 18:17 die erste Führung. Der für Onno Döscher zurückgekehrte Krüger parierte zudem noch drei Würfe, Jahn glitt der Sieg langsam aus den Händen.

Ekki Loest überlegte noch, Protest einzulegen: Bei Jahns 15:14-Führung hatte das Kampfgericht nicht das einzige Mal Probleme mit der Uhr...

HG: Krüger, Döscher - Krebs 8, Müller, Ruck 5/1, König 1, Heske 1, Brandes 6/3, Kupzog 1, Bruns, Bohnhoff 1, Frölich.

TV Jahn: Wedemeyer, Schmidt - N. Grolig, Artmann 1, F. Kreitz 1, M. Loest, Heim 5, Swoboda 7, Möller 1, Kornrumpf 1, H.C. Heublein, V. Grolig, Brand 5/2.

SR: Gorn/Holz (Hannover) - Zeitstrafen: HG 4 - Jahn 7.

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