Handball-Oberliga Männer: HG Rosdorf-Grone kassiert bittere 26:34-Niederlage

Derby deutlich an den NHC

Siebenmal erfolgreich: Northeims Paul Marten Seekamp (Mitte) lässt sich auch von den beiden Rosdorfern Maximilian Zech (links) und Marlon Krebs nicht am Torwurf hindern. Foto: Schröter

Rosdorf. So richtig freuen konnte sich Trainer Carsten Barnkothe nicht über den am Ende zu deutlich ausgefallenen 34:26 (17:15)-Derbysieg des Northeimer HC bei der HG Rosdorf-Grone, mit dem die Northeimer den ersten Tabellenplatz in der Handball-Oberliga erfolgreich verteidigten und weiterhin ungeschlagen blieben.

„Bei Jannes Meyer haben wir den Verdacht auf einen Jochbeinbruch, und bei Tim Gerstmann besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss“, befürchtete Barnkothe kurz nach dem Schlusspfiff Schlimmes nach einem intensiv geführten Spiel, in dem sich beide Teams aber auch gar nichts schenkten.

Anfangsphase an die HG

Die Anfangsphase bestimmten die Gastgeber, die nach neun Minuten 7:4, nach elf Minuten 9:5 vorn lagen. „Wir haben zu Beginn nicht ins Spiel gefunden, fanden keine Einstellung zu den Rosdorfer Schützen“, bemängelte Barnkothe. In der Folgezeit aber hatten sich die Gäste auf die Offensive der HG besser eingestellt, packten jetzt auch energischer zu und kamen Tor um Tor heran, gingen ihrerseits erstmal in der 27. Minute mit 15:14 durch ein Tor von Sören Lange in Führung. Diese sollte der NHC bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand geben.

„Unser Abwehrverhalten war katastrophal, wir haben den Kopf verloren“, kritisierte Rosdorfs Trainer Gernot Weiss. „Wir haben so lange unsere Linie behalten können, bis sich meine Spieler durch umstrittene Schiedsrichterentscheidungen aus dem Konzept haben bringen lassen. Das soll aber keine Entschuldigung sein“, analysierte Weiss die in der Tat verdiente Niederlage seiner Mannschaft. „Wir sind eben noch kein Team.“

Den Grundstein für ihren Sieg legten die Northeimer zu Beginn der zweiten Halbzeit, als sie ihre Führung auf 19:15 ausbauten und damit den Rosdorfern endgültig den Zahn gezogen hatten. Die schafften es nicht mehr, den Abstand von meist vier bis fünf Toren noch einmal entscheidend zu verkürzen. Vielmehr drehten die Northeimer, unterstützt von rund 100 begeisterten Fans in der ausverkauften Sporthalle am Siedlungsweg, in den letzten zehn Minuten noch einmal richtig auf.

Stöpler und Seekamp stark

Nicht zu halten auf Seiten des Spitzenreiters war Linksaußen Christian Stöpler, der immer wieder frei- und angespielt wurde und neun Tore warf. Stark auch Paul Marten Seekamp, den die HG-Abwehr selten in den Griff bekam und der sieben Treffer erzielte.

HG: Krüger, Kurz - Ruck 3, Frölich 3, Zech 6, Brandes 2, Krebs 5/2, Sievers 2, Wächter 1, Avram 2, Warnecke, Bohnhoff 2.

NHC: Pförtner, Armgart - Meyer 1, Lange 6/1, Seekamp 7, Kühn 1, Haberecht 2, Gerstmann 6/1, Wittwer, Strupeit 2, Dewald, Stöpler 9/2. (gsd)

Von Walter Gleitze

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