Handball-Oberliga Männer: Döscher rettet HG-Erfolg

Rosdorfer Torwart pariert beim 24:20 vier Siebenmeter

+
Mit sieben Treffern erfolgreichster HG-Werfer: Rosdorfs Marlon Krebs (rechts) wird hier regelwidrig von Helmstedts Roman Bruchno am Torwurf gehindert. Links beobachtet Jan-Patrik Bohnhoff diese Szene.

Götingen. Was war das für Spiel für Onno Döscher! Der Torwart der HG Rosdorf-Grone wehrte in der Oberliga-Partie gegen die Handball-Freunde Helmstedt-Büddenstedt in der zweiten Halbzeit gleich vier Siebenmeter ab und trug maßgeblich mit zum schwer erkämpften 24:20 (13:13)-Sieg der HGer bei.

„Einfach geil, dass ich unserem Team so helfen konnte“, stand der Rosdorfer Zerberus kurz nach dem Spielende noch ganz unter dem Eindruck seines starken Auftritts.

Döscher stammt aus Kiel, spielte einst im THW-Nachwuchs, ehe er zum Studium (fünftes Semester Agrarwissenschaft) nach Göttingen kam. Gegen die starken Helmstedter erlebte Döscher, der nach der Pause für Julian Krüger zwischen die Pfosten ging, seine Sternstunde. „Ich bin mega-platt, aber auch unendlich froh. Das war ein sehr enges Spiel“, meinte der HG-Keeper.

Natürlich gewann Döscher das sechste Heimspiel der HGer nicht allein. Mit sieben Treffern drückte Marlon Krebs dem zähen Ringen seinen Stempel auf. Seine Würfe stellten die HF-Torhüter Steffen Offenheimer und Jens Sikora immer wieder vor Probleme. Eine „Bank“ vom Punkt war Mathis Ruck: Vier Strafwürfe in Folge verwandelt – eine 100-Prozent-Quote! „Das war kein schönes Spiel, sondern viel Kampf. Unser Torwart hat uns den Arsch gerettet. Ein wichtiger Sieg für den Kopf nach der Niederlage in Nienburg“, war Ruck erleichtert.

Eng und spannend schon die erste Hälfte: Helmstedt erst 4:2 vorn, dann die HG 6:4 in Front. Nach 23 Minuten liegen erneut die Gäste vorn (12:10, doch Rucks vierter Strafwurf bringt das Pausen-13:13.

Nach der roten Karte für Rosdorfs Philipp Heske (42., 3 x 2 min.) geht das Team von Trainer Gernot Weiss 18:14 (44.) in Führung. Doch die hartnäckigen Helmstedter fangen sich nach nur zwei Treffern in 15 Minuten wieder und gleichen aus zum 18:18. Weiss bringt nun Konstantin König und Hubertus Brandes, die er wegen Rekonvaleszenz und Verletzung zuvor geschont hatte. Doch die Matchwinner neben Döscher sind nun Aaron Frölich und Gerrit Kupzog mit je zwei Toren.

„Wir konnten nur über den Kampf gewinnen, das war uns klar“, atmete Weiss durch. „Wir haben das gut gelöst, taktisch gut gespielt, keine Bälle verschenkt. Und Onno war natürlich stark!“ Wohl wahr!

HG: Krüger, Döscher - Ruck 5/4, Kupzog 2, Heske 4, Müller 2, Brandes, Krebs 7, König, Bohnhoff 1, Frölich 2, Osei-Bonsu, Bruns 1. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.