Druck ist eher größer geworden

TG Münden zieht Zwischenbilanz

Ist im zweiten Jahr für die erste Mannschaft verantwortlich: Trainer Frank Janotta (Mitte). Foto: Schröter

Hann. Münden. Ein gutes Drittel ihrer 30 Saisonspiele hat Handball-Oberligist TG Münden nun hinter sich. Gelegenheit also, um vor der vierwöchigen Punktspielpause ein Zwischenfazit zu ziehen.

Unter dem Strich steht eine Mannschaft, die zumindest wieder konkurrenzfähig ist und ein siebter Tabellenplatz, der auf eine entspannte Saison hoffen lässt. Der Druck ist für Trainer Frank Janotta nach eigener Aussage aber eher größer geworden.

„Die Zeiten, als wir in der 3. Liga besonders auswärts nur mitleidig belächelt wurden, sind vorbei. Jetzt zählen auch für uns wieder in erster Linie erfolgreiche Spiele. Den freien Fall aufzuhalten, hat unter den relativ schwierigen Voraussetzungen gut geklappt“, sagt Janotta. Was er damit meint, ist vor allem der kleine Kader. Verpflichtungen neuer Spieler konnten nicht wie erhofft realisiert werden. Hinzu kamen Verletzungen. Beides habe die Trainingsarbeit erschwert. Trotzdem habe jeder Einzelne großen Einsatz gezeigt. Ein auffälliger Unterschied zur Abstiegssaison, als mehrere Spieler eher damit beschäftigt waren, ihren Absprung vorzubereiten.

Überragend war bislang natürlich Christian Grambow im linken Rückraum. Frank Janotta meint zu dem Rückkehrer aus Gensungen: „Die Dominanz, mit der er sich auf dem Feld zeigt und auch die Art und Weise, wie er mit der großen Verantwortung umgeht, waren nicht unbedingt zu erwarten.“ Auch viele andere Akteure zeigten gute Ansätze und viel Selbstvertrauen. Das wurde unter anderem beim völlig unerwarteten Sieg gegen den Tabellenzweiten in Nienburg deutlich - vielleicht das Highlight der bisherigen Saison. 5:5-Punkte auswärts können sich sehen lassen. In eigener Halle hatte die TG teilweise harte Brocken vor sich. Die Partien gegen die schwer zu bespielenden Dingelber (23:23), Hameln (25:30) und Spitzenreiter Vorsfelde (22:27) machten deutlich, dass es in dieser Saison für einen Platz in der Spitzengruppe wohl nicht reichen dürfte. „Das hatten wir aber auch nicht auf unserer Agenda“, unterstreicht Frank Janotta. „Für uns geht es in dieser Saison um Konsolidierung.“ Besonders bei den Heimniederlagen habe es seine Mannschaft nicht geschafft, über 60 Minuten konstant zu spielen. Das war entscheidend.

Finanziell ist laut Geschäftsführer Thomas Eisenbach alles im Lot. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass nicht alle geplanten Verpflichtungen zustande kamen. „Da haben wir eine eiserne Reserve aufgebaut und zwar für den Notfall, falls unter allen Umständen noch ein Spieler hinzu geholt werden müsste“, sagt Eisenbach. Im sportlichen Bereich glaubt er an eine noch bessere Rückserie, da sich die Mannschaft mittlerweile gefunden habe und die Rückkehr von Linkshänder Manuel Evora zu erwarten sei.

Wichtig für Frank Janotta ist in den nächsten Monaten bereits die frühzeitige Planung für die kommende Serie: „Wir wollen wieder attraktiv für Rückkehrer aber auch junge, erfolgshungrige Spieler werden.“ Dazu beitragen könnte eine gute zweite Jahreshälfte, nach der sich die TG dort wiederfinden will, wo sie derzeit steht: auf einem einstelligen Tabellenplatz.

Von Manuel Brandenstein

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