Handball-Oberliga Männer

Duderstadt gegen Plesse: Kein Sieger im Krisenduell

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Artistisch: Duderstadts Matija Junakovic (10) hat sich am Kreis durchgesetzt und versucht es mit einem Rückhandwurf. Da können Plesses Sebastian Herrig (links) und Lukas Herale nur staunend zuschauen. 

Südniedersachsen-Derby ohne Sieger! Im Krisenduell der Handball-Oberliga trennten sich der TV Jahn Duderstadt und die HSG Plesse-Hardenberg 24:24 (14:9). Überschattet wurde die Partie von einer schweren Verletzung des Duderstädters Kristjan Smiljcic.

Der TV Jahn mit fünf Niederlagen in Folge, das Burgenteam sogar mit deren sechs, Duderstadt hatte sich unter der Woche von Trainer Christian Caillat getrennt. Gecoacht wurde das Team im Derby vom 1. Vorsitzenden Ekki Loest und seinem Assistenten „Matze“ Heim. Die Eichsfelder mit dem besseren Start, Justin Brand traf zum 2:0 (3.), das 500. Saisontor des TV Jahn. In der ersten Hälfte dominierten die Gastgeber die Partie. Smiljcic und Matija Junakovic bildeten einen für die HSG unüberwindbaren Block in der TV Jahn-Abwehrzentrale. So waren die Gäste im ersten Durchgang fast vornehmlich von außen erfolgreich (sieben der neun Tore), der TV Jahn zog über 8:4 (16.) auf 11:6 (24.) davon, zur Pause stand es 14:9.

Nach dem Wechsel kam die HSG dank einer Umstellung besser ins Spiel. Trainer Artur Mikolajczyk ließ nun öfter mit zwei Kreisläufern spielen. Duderstadt hielt die Führung bis zum 19:13 (39.), blieb aber nach dem 20:16 (45.) sieben Minuten ohne Tor. Das Burgenteam drehte die Partie nun komplett, Doppelschlag von Lukas Herale zum 21:20 (52.), die erste Führung der Gäste. Der TV Jahn konterte mit zwei Treffern von Mikulas Cejka zum 23:21 (56.), doch wenig später der Schock für die Gastgeber: Smiljcic schlug mit dem Rücken hart auf dem Boden auf, musste mit einer Trage vom Spielfeld getragen werden. Noch 15 Minuten nach dem Schlusspfiff musste der Kroate von Sanitätern mit Schmerzmitteln für die Fahrt ins Krankenhaus transportfähig gemacht werden. Diagnose: Eine schwere Rückenprellung, aber zum Glück nichts gebrochen. Der TV Jahn nun vollkommen von der Rolle, kassierte nach dem 24:22 (57.) noch zwei Treffer von Herale und Sebastian Herrig zum 24:24. Ein Ergebnis, das beiden Seiten nicht weiterhilft.

„Das ist natürlich unglücklich, wenn Du mit sechs Toren führst“, stand Loest auch der Schock ins Gesicht geschrieben. Nächste Woche will er einen neuen Trainer präsentieren. Sein Gegenüber Mikolajczyk: „In der ersten Hälfte haben wir unsere Marschroute nicht umgesetzt, deshalb kam auch nichts aus dem Rückraum. Das haben wir nach dem Wechsel besser gemacht!“

TV Jahn: Krüger, Koch – Grolig, N., Ruck 3, Heim 2, Osei-Bonsu 1, Junakovic 3, Smiljcic 1, Burgdorf 4, Brand J. 6, Rollheuser, Cejka 2, Winkler 2/1

HSG Plesse: Gees, Wedemeyer – Arndt, Pogadl 3, Herrig 2, Schliesing, Menn 4, Funke, Lange, Herale 5/2, Crazius 4, Winkelmyann 3, Sültmann 3.   luc/gsd

Kristjan Smiljcic mit Rückenprellung

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