Handball-Oberliga: Rückraumspieler trifft 16-Mal, TG Münden verliert in Hameln aber 27:29

Grambows Show reicht nicht

Er war der überragende Mann auf dem Feld: Christian Grambow trifft hier bei einem Freiwurf. Fotos: Brandenstein

Hameln. Besser als erwartet zog sich Handball-Oberligist TG Münden im Gastspiel beim VfL Hameln aus der Affäre. Das knappe 27:29 (13:13) konnte aber kein Trost sein, denn letztlich fehlten wieder einmal die Punkte, und Hamelns Trainer Henning Sohl sprach von einem „dreckigen Sieg“.

Selbst eine Extra-Show von Christian Grambow reichte der TG nicht, um die ersten Zähler dieser Saison zu verbuchen. Der Rückraumspieler traf 16-Mal und machte – wie die TG insgesamt – das beste Spiel seit Saisonstart. Doch es waren Kleinigkeiten, die die heiß umkämpfte Partie entschieden. Allein schon die beiden verworfenen Siebenmeter hätten für den ersten Punkt sorgen können.

Die TG Münden verblüffte die knapp 400 Zuschauer von Beginn an. Viel zugetraut hatte den Gästen wohl niemand. Schließlich hatte Hameln eine Woche zuvor den Titelkandidaten aus Braunschweig am Rande einer Niederlage gehabt. Doch der VfL traf auf Mündener, denen deutlich weniger Fehler unterliefen als in den Spielen zuvor und somit immer mithielten. „Endlich stand auch unsere Abwehr wieder besser“, meinte Christian Grambow. „Das hat diesmal richtig Spaß gemacht.“ Spaß machten ihm auch seine Freiheiten im Angriff. Der erster Fehlwurf unterlief dem 28-Jährigen in der 24. Minute. Bis dahin hatte er schon neunmal getroffen. Auch Lukas Michalkes Treffer sorgten dafür, dass die TG mit 12:11 in Führung ging, Hameln den Keeper wechselte und eine Auszeit nahm.

Nach dem 15:14 (35.) leistete sich TG im Angriff aber eine kurze Schwächephase. Hameln spielte nun aus, dass es auf allen Positionen torgefährlich war und ging vorentscheidend mit 19:16 in Front (41.). Da half es nichts mehr, dass Mittelmann Jendrik Janotta diesmal auch als fünffacher Torschütze in die Bresche sprang.

„Heute hat nur ganz wenig zum Erfolg gefehlt“, meinte TG-Trainer Frank Janotta. „Schade war, dass Lukas Michalke gesundheitlich angeschlagen und Daniel Lieberknecht wegen seiner Schulterverletzung nur als moralische Unterstützung mitgekommen war.“ Mit Blick auf das leere Punktekonto und das Derby in Rosdorf (Freitag, 20 Uhr) meinte Christian Grambow: „Die Moral bei uns stimmt. Da ist keiner, der keinen Bock mehr hat.“ In Rosdorf ist aber besonders den Torhütern etwas mehr Glück zu wünschen.

TG Münden: Voß, Gerland - Grambow 16/4, Janotta 5, Michalke 2, Backs 2, Mendisch 1, Evora 1, Bolse, Rentsch, Prinz.

Von Manuel Brandenstein

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