Hamelner Klasse entmutigt TG Münden

Schwer zu stoppen: Mündens Jens Wiegräfe (Dritter von links) stemmt sich Hamelns Daniel Maczka, entgegen. Björn Prinz (ganz links) greift noch nicht ein. Ganz rechts Jasper Pille. Fotos: Brandenstein

Hann. Münden. Es bleibt dabei: In eigener Halle tut sich die TG Münden als Aufsteiger in die Handball-Oberliga schwer. Gegen den VfL Hameln ging das Team zum vierten Mal leer aus.

Nach dem tollen Heimsieg gegen den Lehrter SV vor 14 Tagen wollte Handball-Oberligist TG Münden auch gegen Hameln punkten. Doch daraus wurde nichts. Die TG hatte nicht gerade ihren besten Tag erwischt und verlor deutlich mit 22:33 (14:20). Wir belichten Situationen auf und abseits des Spielfeldes.

Starke Anfangsphase

Eine knappe Viertelstunde lang scheinen die Gastgeber nahtlos an den Derbysieg in Duderstadt anknüpfen zu können. Es klappt fast alles: Stramme Würfe aus dem Rückraum, Entschlossenheit im Nachwurf nach Pfostentreffern und sogar ein Unterzahltor durch Nico Backs - die TG führt mit 4:1. „Da haben wir wirklich mit Geduld und auf den Punkt gespielt, das ist uns später abhanden gekommen“, meinte Mannschaftskapitän Jann Rentsch treffend.

Die Gäste drehen auf

Schon nach elf Minuten wechselt Hamelns Trainer Frank Huchzermeier den Torhüter. Für Tim Heisterhagen kommt Zsolt Kovacs und der soll anschließend einen großen Anteil am späteren fünften Saisonsieg besitzen. Aber auch die Hamelner Feldspieler drehen nun auf. Spielerisch leicht schaffen die Gäste mit sehenswerten Spielzügen und gutem Konterspiel über eine gekonnt vorgetragene zweite Welle den Ausgleich und haben zur Pause mit sechs Treffern Vorsprung schon die Grundlage gelegt.

Es kommt noch bitterer

Nach der Pause kommt die TG durch Björn Prinz auf 21:26 (47.) etwas heran. Gegen den Lehrter SV - 14 Tage zuvor - war das der Auftakt einer furiosen Schlussphase, die zum ersten Heimsieg führte. Doch Hameln ist eine andere Hausnummer und lässt nun nur noch einen Treffer der immer einfallsloser agierenden TG zu. So entmutigt im Angriff hatte man die Mündener bei einem Heimspiel in dieser Saison noch nicht gesehen.

Entspannte Trainer

Nicht lange mit der vierten Heimniederlage hadern wollte TG-Trainer Matthias Linke: „Das war heute ein sehr starker Gegner und wer sich in der ersten Halbzeit 20 Gegentreffer einfängt, kann nicht gewinnen. Jetzt müssen wir uns auf das letzte Spiel des Jahres in zwei Wochen bei Plesse konzentrieren und dort möglichst punkten.“ Während Linke sein Statement abgab, hatte sich sein Trainerkollege Dominic Leinhart schon unter die Hamelner gemischt. Mit Linkshänder Oliver Glatz hatte er einst in der Bad Pyrmonter Jugend gespielt. Später in der Hamelner Regionalligamannschaft warf er Tore gegen die TG.

TG Münden: Mindermann, Görtler - Wiegräfe 6, Michalke 5, Grambow 5, Rentsch 2, Backs 2, Prinz 2, Bolse, Fehling, Benda, Neuhaus, Hartig.

Von Manuel Brandenstein

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