Oberliga: Carolin Menn steht bei HSG Plesse im Tor, Daniel Menn stürmt für Rosdorf

Das Handball-Ehepaar

Er im schwarzen Anzug, sie im Hochzeitskleid: Als Eheleute grüßen und strahlen Daniel und Carolin Menn. Foto: privat/nh

Göttingen. In den vergangenen Jahren warf er sich als Daniel Müller am Kreis ins heftigste Handball-Getümmel. Das war beim TV Jahn Duderstadt so, und das ist seit vergangener Saison auch bei der HG Rosdorf-Grone so. Doch seit Saisonbeginn nicht mehr als Daniel Müller, sondern als Daniel Menn (28).

Der Kreisläufer der HG Rosdorf-Grone hat geheiratet – und den Nachnamen seiner Frau Carolin Menn (25) angenommen. Die Pointe dabei: Nicht nur er ist dem Handball intensiv verbunden, sondern auch sie: Carolin Menn ist die Torfrau von Oberligist HSG Plesse-Hardenberg. Die beiden sind aber längst nicht Südniedersachsens einziges Handball-Ehepaar: Auch Ex-HG-Spieler Sebastian Frank ehelichte Amrei Gutenberg – und auch er nahm ihren Namen an. Frauen-Power vor!

„Ich habe eben zugestimmt“, sagt Daniel Menn zu seinem Namenswechsel. Überhaupt gibt es ja viel mehr Müllers als Menns. Der Rosdorfer Kreisläufer, der aus Rheda-Wiedenbrück stammt, hat jetzt in Südniedersachsen fast alle höherklassigen Handball-Vereine durch: Drei Jahre spielte er für die TG Münden in der 3. Liga, dann wechselte er nach Duderstadt, wo er sich ebenfalls drei Spielzeiten für die Eichsfelder ins Getümmel am Kreis warf. In Kassel hat er zudem für den SV Harleshausen gespielt. Und nun eben in der zweiten Saison für die Rosdorfer.

Gegenseitig bei den Spielen

Carolin Menn spielt seit drei Jahren für Plesse – mit Erfolg, denn die HSG-Frauen stehen derzeit auf Platz drei und müssen am kommenden Samstag pikanterweise zur HG Rosdorf-Grone. Dann dürfte auch Daniel Menn auf der Tribüne sitzen. So oft es geht, sehen sich das Handball-Ehepaar die gegenseitigen Spiele an. Ist denn dann Handball auch zuhause das Thema? „Ich gebe schon meinen Senf dazu“, lächelt Daniel Menn, der beruflich häufig unterwegs ist. Einst hat er als Drucker seinen Meister gemacht, jetzt ist er für einen hannoverschen Druckfarbenhersteller unterwegs. Beim Gespräch mit der HNA saß er gerade im Flieger von Slowenien zurück nach Deutschland. Auch in Österreich und der Schweiz hat er öfter zu tun.

Dennoch bleibt zuhause in Scheden auch noch Zeit für die drei Hunde, die die Menns haben. „Ich fühle mich fit wie selten zuvor“, sagt der HG-Kreisläufer. Kein Wunder: HG-Trainer Gernot Weiss nimmt seine Spieler schon gehörig ran. Am Freitag (20 Uhr) nun geht’s für Daniel Menn gegen sein ehemaliges Team aus Münden. Gattin Carolin ist dann am Samstag (16.30 Uhr) bei den Rosdorferinnen zu Gast.

Mal sehen, wie der sportliche Erfolg im Hause Menn am kommenden Wochenende ausfällt. (gsd/nh)

Von Helmut Anschütz

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