Handball-Oberliga Männer: HG-Männer lassen Nienburg im Spitzenspiel keine Chance

Handball zum Zunge schnalzen

Erfolgreich: Rosdorfs Daniel Menn (am Ball) lässt sich auch nicht von Nienburgs Steffen Kaatze am Torwurf hindern. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. 50 Minuten zeigten die Männer der HG Rosdorf-Grone im Spitzenspiel der Handball-Oberliga gegen den bisherigen Tabellenzweiten HSG Nienburg Handball vom Feinsten und ließen den Gästen beim deutlichen 37:26 (17:14) vor allem in den zweiten 30 Minuten nicht den Hauch einer Chance. Die HSG wurde von den Rosdorfern regelrecht an die Wand gespielt. Eine solch starke Leistung honorierten die 200 begeisterten Zuschauer in der Sporthalle am Siedlungsweg mit lang anhaltendem Applaus.

Da zeigte sich sogar der ansonsten mit seiner Mannschaft sehr kritisch umgehende HG-Trainer Gernot Weiss entzückt. „Das gesamte Team war heute sehr stark. Wir haben den Ball sehr gut, weil auch sehr schnell laufen lassen und erst dann geworfen, wenn die Chance zum erfolgreichen Torwurf am größten war, somit auch Geduld bewiesen. Wir haben eine sehr gute Antwort auf die blöde 29:30-Niederlage vor einer Woche in Alfeld gegeben.“

8:0-Lauf der Nienburger

Zu Beginn spielten sich die Gastgeber in einen wahren Rausch, über 4:0 und 10:5 nach 14 Minuten hieß es nach 19 Minuten 15:6. Nienburgs Trainer Dirk Pauling reagierte, brachte für seinen Torwart Christopher Frey den Ex-Rosdorfer Christoph Büthe. Lag es an ihm, dass es plötzlich einen Bruch im Spiel der Rosdorfer gab? Es wollte nunmehr den Gastgebern zehn Minuten lang nichts gelingen, die Nienburger nutzten die nicht nachvollziehbare Verunsicherung der HG. Mit einem 8:0-Lauf verkürzten die Gäste auf 14:15, ehe Rosdorfs starker Kreisläufer Daniel Menn mit zwei Treffern in Folge den Halbzeitstand von 17:14 markierte. Im übrigen war Menn neben Rückraumspieler Maximilian Zech mit acht Treffern am erfolgreichsten, profitierte von sensationellen Anspielen seiner Mitspieler an den gegnerischen Kreis.

Nach dem Wechsel ebenfalls wieder ein starker Beginn der nun seit 22 Spielen in eigener Halle ungeschlagenen Gastgeber, die in diesen zweiten 30 Minuten nicht mehr einbrachen, zumal sie mit Julian Krüger einen herausragenden Torwart in ihren Reihen hatten. Er hielt insgesamt 22 Würfe der Nienburger und sorgte dafür, dass sich sein Team mehr und mehr absetzen konnte. „Nach unserer starken Leistung gegen Nienburg ist unsere Niederlage in Alfeld noch weniger nachvollziehbar“, meinte Krüger, der allerdings auch keine Erklärung für die zehnminütige „Auszeit“ seiner Mitspieler vor der Halbzeitpause gegen die HSG hatte.

Die Gäste brachten zeitweise einen siebten Feldspieler, doch auch diese Variante griff gegen eine wie entfesselt spielende Rosdorfer Mannschaft nicht mehr, die sich in der Tabelle nun vor Nienburg schob.

HG: Krüger, Ziegler - Ruck 1, Zech 8/2, Brandes 5, Herthum, Quanz, Krebs 7, Menn 8, Bruns 1, Naß 3, Avram 3, Warnecke, Bonhoff 1. (gsd)

Von Walter Gleitze

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